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Lieber Leser!

In dieser Web-Seite geht es um Kritik. Um Kritik an Religionen und an ihren Beziehungen zur Psychiatrie. Ausgesprochen oft führt der Umgang mit einer Religion, wenn sie irgendwo bereits Kindern Ängste vermittelt, in diverse Erkrankungen. Diese Schäden, Sacco-Syndrome,  kosten der Gemeinschaft Milliarden. Sie wurden 100 Jahre vernachlässigt bzw. ignoriert. Klärende ärztliche Gespräche darüber werden Ärzten und medizinisch tätigen Psychologen vom deutschen Dachverband der Psychiatrie noch heute untersagt. Man schickt Sacco-Kranke zwecks "Behandlung" zu den Verursachern der Erkrankung, zum Klerus. Ein unfassbarer Skandal und in der Medizin:

     Ein einmaliger und gefährlicher Unsinn.

Diesem sehr teuren Kunstfehler der unterlassenen ärztlichen Hilfeleistung setze ich seit 2009  starken Widerstand entgegen. Der Dachverband DGPPN lenkte nach diversen Eingaben und Strafanzeigen meinerseits ein. Man gibt zu: Das Thema sei wichtig und vernachlässigt. Meine Anstregungen seien Pionierarbeit. Ja, man gründete ein Referat Religiosität und gab ein "Fallbuch" heraus. Der Inhalt: Sacco-Syndrome. Seit 2013 gibt es in den USA das synonyme Religious Trauma Syndrome, das RTS.

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Nun ist zum Glück ein beginnender Wandel auch im Religiösen erfolgt. Nach einem Machtwort von Papst Franziskus ist der Christengott heute der Gott der bedingungslosen Liebe - und er war es ja eigentlich immer. Diese wirklich frohe Botschaft vermittelte er den Gläubigen auf dem Weltjugendtag. Irgendwo als die Liebe galten unser Gott und Jesus schon immer, doch nie galt diese Liebe bedingungslos.  Jenseitige Strafen müssen nichts weiter gefürchtet werden.  Dieser liebende  Gott nimmt uns  allen und speziell unseren Kindern die tiefste  aller Ängste, die Gottangst  aus der Seele. 

Es gibt zu diesem meist tief verdrämngtem Thema  doch schon zahlreiche Interessierte und Leser:  Etlichen Geistlichen fällt es zunehmend schwer, bibelgetreu zu predigen und anvertrauten Kindern mit Sintflut, Fegefeuer und Hölle ein negatives Gottesbild zu präsentieren.  Und es gibt Angehörige psychiatrisch Kranker, die den Betroffenen helfen wollen,  deren Gedanken aber völlig hilflos gegenüberstehen. Da gibt es Vorstellungen, man habe sich versündigt. Da meint jemand, er sei Jesus. Ein anderer glaubt oder "weiß", er müsse im Namen seinen Gottes eine Gewalttat begehen, mit einem Lastwagen über einen Weihnachtsmarkt fahren. Und es gibt Hausärzte, Psychiatriepfleger, Lehrkräfte und Sozialarbeiter mit einem guten Einblick in Familiensituationen und erheblichen Zweifeln, ob schwerkranke Patienten bei der etablierten Psychiatrie wirkliche Hilfe nicht nur über oft persönlichkeitsverformende Neuroleptika, sondern auch über klärende Gespräche bekommen. Und da gibt es moderne, aber wenige Psychiater und Psychologen, die zweifelsfrei erkennen, was an ihrer Religion den einen oder anderen ihrer Patienten krank gemacht hat.

Und nicht zuletzt: Es gibt Erkrankte, die leider meist erst nach langer Krankheitsphase zu begreifen beginnen, was sie in eine Psychose, eine Sucht oder eine Neurose geführt hat.  Die Allgemeinheit, der Mainstream hingegen schaut heute noch bei inhaltlichen Grausamkeiten ihrer Religion weg oder erfindet Bagatellisierungen bzw. Intellektualisierungen.

 

Zunächst eine kurze Vorschau:

Das Sacco-Syndrom

Ich führte den Begriff  im Jahr 2007 auf Anraten einer Ärztin ein. Die vorbestehende "ekklesiogene Neurose" war zu eng gefasst, bezog sie sich ja nur auf Schäden durch Kirchen und nur auf Neurosen. Seit 2013 gibt es in den USA den synonymen Begriff des Religious Trauma Syndrome (RTS).  Man versteht darunter  Erkrankungen und von der Norm abweichendes  Verhalten, soweit sie allgemein durch religiöse Ängste bedingt sind.

Auch Kirchenleitungen, so bspw. Kardinal Marx,  zeigen sich betroffen über deren häufiges Auftreten noch heute - oder gerade wieder heute. Das zeichnet auch  die Benediktiner - Mönche in Münsterschwarzach aus. Sie betreiben dort am Main eine Klinik für religionskranke Priester und Nonnen, das Recollectio - Haus.  Ich stattete einen Besuch ab.  Dringlich sei nach dem Benediktinermönch  Dufner ein neues, kinderverträgliches  Gottesbild mit einem gewaltlosen Gott der wirklichen Güte und bedingungslosen Liebe.  Denkbar ist hier auch  ein Gott nicht außerhalb, sondern innerhalb unseres Selbst, eine Ablösung also vom sog. dichotomen Gottesbild. Davon sind die Amtskirchen heute noch  weit entfernt. Dufner schrieb das Buch "Gottestäter, die Gefahr negativer Gottesbilder", eine Pflichtlektüre für Interessierte. Gottestäter sind danach Prediger, Erziehungsberechtige oder Lehrkräfte, die Täter werden an den ihnen überlassenen Kindern, indem sie  diese mit überkommenen Dogmen indoktrinieren und somit an Sacco-Syndromen erkranken lassen.

 

Wie gesagt, auch  Papst Franziskus revolutionierte das Gottesbild. Am Weltjugendtag sprach auch er von Gott als der "bedingungslosen" Liebe. Diese Liebe hat Sündenfreiheit, Sündenvergebung, ja selbst  Gottesliebe nicht mehr zur Bedingung. Franziskus ließ die Jugend den Satz nachsprechen: "Gott liebt mich". So wurde die angesprochene bedingungslose Liebe in gegebener Ökumene in einer Suggestivsituation zu einer Art Gewissheit auch im Unbewussten aller Jugendlichen. Nach diesem Papst ist eine Religionsreform also keinesfalls eine  Sünde. Im Gegenteil. Es wird als Sünde angesehen, Kindern metaphysische Gewalt anzutun. Das gilt in der BRD als Straftat,  als strafbare Körperverletzung.  Gott wird seinen Stellvertreter nicht tadeln, nur weil er eine grausame Gotteserfindung vom östlichen Mittelmeer nach 3000 Jahren endlich zu den Akten legte. Und weiter: Der von mir eingeschaltete  Priester Thomas Busch, verantwortlich "für die Kommunikation der Jesuiten", schrieb mir im Jahr 2013 auf Anfrage seine Meinung. Danach habe "eine Drohbotschaft mit Höllenstrafen, Feuer und Verdammnis in einer... christlich fundierten Erziehung nichts verloren". Die Realität sieht leider ganz anders aus.

Doch selbst wenn die harten Dogmen heute  seltener gepredigt werden, so bewirken sie dennoch bei entsprechenden Kindern schwere gesundheitliche Schädigungen derart, als bestünde das finstere Mittelalter fort. Die bestehenden  Dogmen wie Sintflut, Sodom, die zehn Plagen, eine ewige Verdammnis und ein feuriger Pfuhl  sind eben nicht aufgehoben, nur weil man sie seltener verbalisiert. Es sind sozusagen Selbstläufer, weil sie deutlich vor der Entwicklung eines kritischen Bewusstseins in Suggestion im Kleinkind implantiert werden. Die cerebrale  Speicherung erfolgt in dem Alter abseits des Großhirns im Limbischen System. Dort ist es, wie die Muttersprache,  kritischer Vernunft selbst im Erwachsenenalter nicht zugänglich. Geistliche glauben in aller Regel noch an die Hölle und geben diesen Glauben direkt oder averbal  an Kinder weiter. Oder die Drohungen kommen beim Kind verdeckt an wie bspw.  die  "dramatische existentielle Erfahrung der Gott-Ferne". Auch das, auch und gerade so schwammig formuliertes macht Kinder krank. Kinder brauchen Klarheit und Gewissheit. Bischof Zollitsch hatte damals als Leiter der Bischofskonferenz nach diversen Eingaben auch meinerseits an ihn die katholische Kirche aufgefordert, die Hölle und krankmachende andere Dogmen nicht mehr zu "thematisieren". Und doch werden sie noch flächendeckend auch  über religiöse Lieder, Altarbilder und Medien wehrlosen Kindern vermittelt. Der für Kinder hochpathogene Sender K-TV arbeitet für deutsche Staatsanwälte angeblich unanfechtbar vom Ausland aus. "Buße" habe man  wegen des Höllenpredigens als Kirche zu tun, so Kardinal Marx vor Eltern.

 

Und die ehemalige Bischöfin Käßmann: Hölle und Sintflut  würden bei Kindern  ungeheure, ja "tief existenzielle" Bedrohungen bewirken, so die Autorin nach einer Erhebung an etwa 10.000 Kindern. Ein Kind, das sich längere Zeit dergestalt bedroht fühlt, wird definitiv krank. Die ca. 600 Bibelstellen, in denen die Verfasser der dortigen Texte unserem Gott Gewalttaten zuschreiben, sieht Käßmann heute sehr kritisch. Zitat: "Jeder Mensch, der glaubt, Gewalttaten religiös deklinieren zu können, ist ein Gotteslästerer." Also Vorsicht mit den Heiligen Büchern! Deren Inhalt lästert Gott an den Stellen, wo sie ihn als bösen Gewalttäter zeichnen.  Der modern gepredigte Gott ist und war immer gewaltlos. Wenn Mütter mir ihre verstörten Kinder in die Sprechstunde brachten, wenn diese sich über Dogmen wie Sintflut, Gomorrha, die 10 Plagen oder eine Apokalypse entsetzt hatten, erklärte ich ihnen das Christentum "kindgerecht" und allgemein so: Gott habe noch nie ein Kind ertränkt oder überhaupt einem Menschen Gewalt angetan. Und wenn der Lehrer Gott noch einmal schlecht machen würde, solle er mich aufsuchen.

Wenn Religion nicht krank machen darf, macht sie auch nicht krank. Das ist der so einfache wie falsche  Standpunkt der etablierten Psychiatrie.  Sie fühlt sich, ja sie ist regelmäßig den Loyalitätsrichtlinien der Amtskirchen  verpflichtet. Auch diese lassen  kirchenangestellte  Religionskritiker verstummen und  die Psychiatrie über Sacco-Syndrome hinwegsehen. Einerseits behauptet sie an den Erkenntnissen der Geistlichen vorbei, ein Sacco-Syndrom gebe es nicht. Andererseits leitet sie regelmäßig die heute  "durch alle Ritzen" * kommenden Sacco-Kranken zu den möglichen Verursachern der Erkrankung  weiter: Zu Klerikern. Dieser Umstand  solle auch „so bleiben“, so die Top-Analytikerin Prof. Leuzinger-Bohleber. Rigoros lehnt sie die Bitte des Priesters zu Eltz um Zusammenarbeit ab.  Dieser schwerste Kunstfehler seit 1945 soll  die sprechende Medizin vor Kirchen- und Gottkritik, also vor befürchteten Konflikten auch mit ihrem  "Gott" schützen. Ich las: Die Psychiater: Eine "säkulare Priesterschaft".  Wer zum Psychiater oder Psychologen geht, der mag  demnach bei einem "Geistlichen", bei einem hochreligiösen Gottestäter landen. Und der hat in aller Regel keine Kenntnis von seiner eignen Prägung, von seinem eigenen Sacco-Syndrom.

 

Dabei ist das Sacco-Syndrom die häufigste psychische Erkrankung überhaupt **. Und sie ist im Einzelfall auch die schwerste. Sie ist es, die unsere geschlossenen Psychiatrien mit Schwerkranken füllt. Keine Angst ist denkbar größer, kein Panikzustand massiver, als nach dem irdischen Tod einem entsetzlichen Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit ausgeliefert zu sein. Diesen Gedanken verträgt überhaupt kein Kind. Warum? Nun, sehr früh bringen Gottestäter ihm in Suggestivsituationen bei, es sei, so klein es auch ist, sündig. Es müsse daher ein Leben lang auf Gnade hoffen, eine Gnade, nicht in ein ewiges Straflager eines zornigen Gottes zu müssen. Dabei erklärt die katholische Kirche  Zorn als eine der sieben Todsünden. Und wo lässt man die Sünde eines heutigen Kindes bereits beginnen? Beim "Sündenfall", also bei einem Apfelgenuss einer "Eva" vor tausenden von Jahren. Und wo lassen Gottestäter sie enden? Bei einer sowohl unfassbaren wie illegalen Schuldzuweisung an die Adresse unserer Kinder bezüglich des Kreuzestodes Jesu. Ja, man spricht von deren "Mittäterschaft an der Kreuzigung Jesu". Das ist unglaublich gemein und schädigend, aber auch unglaublich intelligent gemacht - und es ist wirksam. Eugen Drewermann spricht hier von einem „hochgezüchteten Sündenbewusstsein“. Es ist ein Vergehen von Gottestätern am Kind. Unser Gesetz weist Kinder mit gutem Grund als schuldunfähig aus. An Jesu Sterben sind sie schuldlos. Das drückte schon Papst Benedikt als Kardinal sehr eindeutig im Buch "Einführung in des Christentum" aus: Der Sühnegedanke ist außerchristlich. Er bewirke ein falsches Gottesbild, das eines "unbarmherzigen" Gottes, der seinen Sohn einem Foltertod ausliefere. Als 6-jähriges Schuldkind vernahm ich die Kreuzigungsgeschichte erstmals. Ich war der festen Überzeugung, Jesu Vater würde im letzten Moment kommen, den Sohn vorm Kreuz zu retten. Fehlanzeige. Der "Vater" kam nicht. Ich war entsetzt.

Hier werden vom deutschen Recht her schuldunfähige Kinder in finanziellem Eigennutz seelisch  belastet. Gottestäter machen sie zu Mördern am Kreuz.  Dieser Trick ist ein Verstoß nicht nur gegen § 186 und § 164, jeweils StGB.  Mit dieser Kindesmisshandlung bekommt man als Täter  jedes Kind dahin, wohin man es haben will. Es soll sich schuldig fühlen und nicht als Opfer. Auch an der "Verführung" sexuell eigentlich abstinent gedachter Geistlicher wurde und wird schon so manches Kind vom Täter schuldig gesprochen. Damit erreicht man als pädophiler Kleriker ein Schweigen des von ihm sexuell missbrauchten Kindes: Es glaubt an seine  schwere eigene Schuld: Die Verführung eines Priesters.

Auch mit den religiösen Irrlehren wie denen der Sintflut, der Apokalypse, des Fegefeuers, eines  wütenden sog. Heiligen Geistes  und eines ewigen  feurigen Pfuhles erschrecken Gottestäter unsere verstörten Kleinen auf Dauer und machen sie selbstverständlich krank.  Diese Geschichten der Bibel  sind als ausgedachte Unwahrheiten über die jeweiligen Götter tiefster Aberglaube. Ja, sie entsprechen in der BRD einer strafbaren Gotteslästerung nach § 166 StGB: In übler Nachrede  unterstellen sie Gott  die oben erwähnten  abscheulichen Kapitalverbrechen. Ja, gewisse Kirchenleute wie H.-W. Deppe drohen, Gott foltere in der Hölle grausamer als Adolf Hitler. Diesem Vergleich setze ich allen Widerstand entgegen. Gott ist nicht identisch mit dem der Bibel. Die Allgemeinheit hingegen scheint sich in der Regel nicht sonderlich an den ihren jeweiligen Göttern angedichteten Verbrechen zu stören. Ja, das "Volk"  gilt als ein Abbild der jeweiligen Psychiatrie. Es denkt: "Religion ist doch nur gut. Allein die 10 Gebote! Nächstenliebe! Und erst der Himmel!" Doch den an sich tröstenden Gedanken an eine sog. Auferstehung hat das Gros der Geistlichkeit durch die mittelalterliche  Erfindung Hölle zunichte gemacht. Das sprach schon Goethe an.

 

Überhaupt der Trost. Neben den angesprochenen Drohungen sind Trost und Hoffnung das zweite Zugpferd der Religionen. Sie versprechen einen Schutz durch den jeweiligen Gott. Auch dieser Gedanke sitzt so tief im Unbewussten, dass gegenteilige Erfahrungen negiert oder umgedeutet werden. Das ist verständlich. Das Leben kann so grausam und  ungemütlich werden, dass  eine Hoffnung auf einen Schutz von oben einfach benötigt wird. Doch harte Erfahrungen zeigen: Gott muss ganz anders zu verstehen sein. Auch danken muss man einem Gott nicht. Geerntetes Gut kommt vom Bauern und ein geschossenes Tor in der Bundesliga ist Übungs- und oft genug Glücksache. Gott kickt nicht mit. Das wäre auch verboten. Und doch ist er in Autosuggestionen mit auf dem Platz. So mancher bekreuzigt sich dort.

Die Bürger, am Sacco-Syndrom Erkrankte und leider auch etliche Religionskritiker sind in der Regel selbst - und oft unbewusst – konservativ gläubig. Konfessionslos bedeutet eben nicht religionslos oder gar atheistisch. Daher dürfen sie die wirklichen Gründe für ein religionsbedingtes Krankwerden nicht sehen. Für Psychotiker ist es nahezu ein Horror, sich einen (sündigen) Atheisten als Arzt vorzustellen. Dabei gibt es kaum atheistische Ärzte. Doch es gibt etliche mit einem modernen Gottesbild, wie es die oben erwähnten Mönche vorleben. Im Vordergrund dieser Abwehr steht eindeutig die Angst vor den angedrohten Strafen bei dem Begehen von Sünden. Atheismus gilt für viele als Sünde. Und viele "brauchen" eine Vergebungsinstanz. Dabei wurden die allermeisten „Sünden“ nur von mit Macht ausgestatteten Sadisten in den Sündenstand erhoben, Beispiel Autoerotik / Onanie. Man sieht als Bürger nicht, dass frühkindliche hypnotische Suggestionen über Bibeltexte, Predigten und Lieder eine „Gewissheit“ bewirken sollen,  die Strafe „Gottes“ bestehe ggf. in ewiger Hölle, am eindrücklichsten natürlich in ewigem Feuer. So wird jedes damit schutzlos konfrontierte Kind erst einmal irgendwo krank gemacht. Sein Weinen sieht man nicht.

Ärztliche Fortbildungen speziell auf dem Sektor Religionskrankheiten gibt es nicht. Ich habe mich jahrelang als Psychotherapeut und Psychoanalytiker vergeblich dafür als Vortragender angeboten.  Als Arzt dürfe man, so die DGPPN noch heute, Religionskranken nur Medikamente, also in der Regel Neuroleptika  geben. Gespräche über Religion seien Ärzten untersagte, ja nach  § 323c StGB gemeingefährliche und damit strafrechtlich verbotene  "Grenzüberschreitungen". Reden über Sacco-Syndrome  müsse man als sprechende Medizin den verursachenden Geistlichen überlassen. Da ich mich an diesen unverantwortlichen  Unsinn nicht hielt, sprach mir die Nds. Ärztekammer diese  Gemeingefährlichkeit zu (Verstoß gegen § 323c StGB). Das war analytisch eine Projektion. Ich ließ meine völlige Unschuld  staatsanwaltlich uind richterlich klären.

Durch ihre selbst auferlegte Taubstummheit bringt eine unärztlich handelnde Psychiatrie hier keine echten Heilungen  zustande. Damit ist sie verantwortlich für die berühmte Drehtürpsychiatrie (Stand 2026). Nebenbei bewirkt sie  einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden. Nicht die Krankenkassen, die Religionsvertreter müssen, so weit es Gottestäter sind, nach dem Verursacherprinzip die Behandlungskosten tragen.

Doch nicht nur das: Die Psychiatrie boykottiert zum einen die so dringend notwendigen Schadenersatzzahlungen bei stattgehabtem metaphysischem Missbrauch,  zum anderen eine grundlegende Änderung des folgenschweren Kleriker-Verhaltens. Der psychische, hier der metaphysische Missbrauch muss endlich, wie lange gefordert, den gleichen Stellenwert erhalten wie der sexuelle.

*Zeitung Die Zeit vom 31.3.2010 Glauben und Zweifeln    Inhalt: Die Psychiatrie verweigert der Kirche die von dort erbetene Zusammenarbeit bei Sacco-Kranken. Denen verweigert sie jede kausale Therapie. Nur Medikamente dürfe man als Arzt geben. Ein schwerer und kostenintensiver Kunstfehler.

** Sigmund Freud: Zur Psychopathologie des Alltagslebens: 260 Fälle und (nach Tournier) sämtlich Sacco-Syndrome

 

Religionsmedizin

Religionsmedizin: neue Wege in Psychiatrie und Kirche

Dieses Buch ist zurzeit ausschließlich  online (und zwar hier) in voller Länge und kostenfrei zu lesen. Dazu einfach oben  "Themen im Einzelnen" anwählen.

Zusammen mit Religionskritikern im Klerus arbeitet Sacco an neuen, kinderverträglichen Gottesbildern. In der etablierten Psychiatrie mangelt es hingegen nach Darstellung des dortigen Dachverbandes „Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, DGPPN, an Fortbildungen und damit an Fachwissen auf diesem Gebiet.

Wenn glaube Krank macht

Wenn Glaube krank macht: Das Sacco Syndrom

Der Autor Frank Sacco  betreibt mit dem Begriff des Sacco-Syndroms einen Versuch, den in Kreisen von Psychiatern und psychologischen Psychotherapeuten so ungeliebten Komplex der kirchenbedingten, "ekklesiogenen" Neurose neu in der Medizin zu etablieren. Das ist dringend notwendig, denn nicht nur in Kirchen, in allen Gotteshäusern werden entsprechende Gläubige krank gemacht. Und es entstehen dabei nicht nur Neurosen, sondern auch Psychosen, Süchte, Depressionen sowie  Autismus, ADS, AHDS und psychosomatische Erkrankungen. Dieses Buch ist im Fachhandel erhältlich oder unter www.frank-sacco.de in voller Länge ONLINE kostenfrei zu lesen.

Die Neurose Sigmund Freuds als Kollektivneurose

Dieses Buch beschreibt die Neurose Sigmund Freuds. Sie trieb ihn über eine Nikotinsucht und ein dadurch bedingtes Mundhöhlenkarzinom  in den Tod. Freud übertrug diese Neurose auf die nachfolgenden Psychiater-Generationen. Es ist auch die glaubensbedingte Neurose der Bevölkerung und sie ist damit recht kollektiv vorhanden. Freud war nicht, wie er selbst meinte, Atheist. Er war hochreligiös und sein Unbewusstes meinte, mit dem Freud -Satz "Religion ist Wahn" eine Sünde begangen zu haben: Den  Verrat der Religion seiner Väter. Auch dieses Buch ist kostenfrei online zu lesen unter https://www.frank-sacco.de/die-neurose-der-psychiatrie-1