Ursachen des Masochismus

Im Buch „Wenn Glaube krank macht“  sind wir der gängigen Ursache masochistischen Verhaltens auf der Spur. Wir bewegen uns  hier auf einem Terrain, das die heutige Psychiatrie aus bestimmten Gründen zu meiden versucht.
Das Vorzeigeobjekt für Masochismus stellt immer noch der Grieche Ödipus dar. Aus Angst vor einer göttlichen Bestrafung wegen Inzestes mit seiner Mutter brannte er sich als ein b Opfer an Zeus die Augen aus. Sofort ging es ihm geradezu wunderbar.  Seine Angst vor dem Hades war sogleich vorüber. Er glaubte, er habe Zeus, der ja, wie wir heute wissen,  eine Erfindung ist,  zufrieden gestellt. Dieses als Beschwichtigung gemeinte Opfer der Augen an seinen Gott, diesen Deal Augen gegen Hölle,  sieht man heute nicht mehr. Auch der Bußgürtel Luthers ist völlig aus der Mode gekommen. Wo sind die Opfergaben heute?

Der heutige Masochismus mit dem Zweck, einen Gott milde zu stimmen,  ist in vielen Lebensformen und Erkrankungen verborgen, so auch unter anderem  in der Askese, der Prostitution und der „endogenen“ Depression, einer Depression, die Psychiatern bezüglich ihrer Ursache heute  nicht mehr verständlich ist.

Um den tagelangen Sex im Wohnwagen irgendwie aushalten zu können, muss eine stark geschädigte Psyche die Voraussetzung sein. Wurden die Freier im Wilden Westen zuvor noch im hölzernen Bottich kräftig abgeschrubbt, vermisst man dieses Reinigungsgerät im ohnehin meist auch äußerlich unansehnlichen Wohnwagen.

Heutigen Nervenärzten fehlt, so Frau Prof. Leuzinger-Bohleber, Nachfolgerin Sigmund Freuds am gleichnamigen Institut in Frankfurt, das „transzendentale Denken“ und damit eine so entscheidende und zur Diagnosestellung unverzichtbare Reflektion. Wenn man im Beruf nicht denkt, kann und soll man ihn nicht ausüben.

Einen Überblick über das Thema findet man hier:   https://www.frank-sacco.de/masochismus-ursachen .

Wenn glaube Krank macht

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