Zur Einleitung in das Thema ein offener Brief an die Medien, die Regionalen Redaktionen, Studios und Agenturen in Würzburg am 11.1.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit solchen Bildern macht die Kirche unseren unschuldigen Kindern ihre „Schuld“ an einem Foltermord deutlich. So erzwingt sie lebenslange Demut und lebenslange Schuldgefühle. So bewirkt sie überfüllte geschlossene Abteilungen auf der Psychiatrie.

Gott ist traurig gewesen in Würzburg – in den vergangenen vier Jahren. Im gesamten Jahr 2010 lief eine Ausstellung in den Kirchen Würzburgs über das sog. „Endspiel“, die Apokalypse, ein Endspiel, das Gott gar nicht vorhat, den Menschen anzutun. Warum nicht? Er ist doch die Liebe. Zum Glück ist der neue Papst Jesuit. Jesuiten traten immer für ein liebenswertes Gottesbild ein. Sein Sprecher für Öffentlichkeitsarbeit,

Dr. Thomas Busch, schreibt mir, eine „Botschaft mit Höllenstrafen, Feuer und Verdammnis“ hätten in einer christlich fundierten Erziehung „nichts verloren“.

Mit dem neuen Papst an der Spitze hätte Würzburg 2010 so nicht stattgefunden. Als Besucher der dortigen St. Stephan Kirche waren meine Frau und ich als Kirchenmitglieder über die schockierende Form und den unkritischen Einsatz der Inhalte der „Offenbarung“ einigermaßen entsetzt. Ich fand ein weinendes Kind vor (siehe Bericht). Nach einer Abmahnung, die ohne Ergebnis blieb, zeigte ich die Kirche noch im Jahr 2010 an, um die Weiterführung der Ausstellungen zu verhindern. Ich sagte in der Anzeige, die ich 2012 wiederholte, voraus, die Kinder Würzburgs würden Schaden nehmen, wenn sie nicht psychiatrisch-psychologisch betreut bzw. in den Würzburger Schulen auf die Gefahren von derartigen, massive Angst erzeugenden Ausstellungen unterrichtet würden. Die katholische Bischofskonferenz schritt nicht ein und schrieb mir, es wäre nirgendwo „valide belegt“, dass eine Androhung ewiger Folter oder die einer Apokalypse Kinder krank machen könne. Wiederum war ich entsetzt, hatte ich doch selbst einem entsetzten Mädchen helfen müssen.

Heute ist das Symptom ADS massenhaft in Würzburg aufgetreten. Das Symptom gehört zu einer Angsterkrankung, die in diesem Fall ekklesiogen ausgelöst, also kirchenbedingt ist. Würzburg ist durch diese Ausstellung  „Weltspitze“ bezüglich ADS geworden, so heißt es hier in den Medien. ADS und Autismus sind nur zwei sich ähnelnde Reaktionsweisen, um Unerträgliches überhaupt „verkraften“ zu können. Beide Male geschieht ein Rückzug aus der Realität: Beim Autismus in ein absolutes Entweichen, bei ADS in ein „nicht Zuhören“ bei noch einigermaßen erhaltener Kontaktfähigkeit.

Ich sende Ihnen eine Aktennotiz über ADS und meine Anzeige zur Information zu. Bitte unterrichten Sie die Eltern in Würzburg über die Zusammenhänge der Erkrankung mit den stattgefundenen unverantwortlichen Ausstellungen und bewirken Sie bitte, dass zur Prophylaxe weiterer Schäden die Kinder Würzburgs jetzt die ihnen zustehende Therapie und breite Aufklärung bekommen, z.B. über ihre Eltern und Lehrer. Ich bitte um Rückmeldungen, ob es zu einer Veröffentlichung dieser Info in Würzburg kommen konnte.        Mit freundlichem Gruß

Das Drama Würzburg:   Androhung bzw. Ankündigung von Folter stellt bereits Folter dar.

Auf der Klaviatur der Schuld und der Angst müsse der Klerus spielen können, so der Theologe David Berger. „Alle Gerichte Gottes sind gerecht“, hieß es im Jahr 2010 während der selbst mich und meine Frau erschreckenden Ausstellungen über die „Apokalypse“ in den Kirchen Würzburgs.

In der St. Stephan Kirche fand ich im Frühjahr 2010 in Reihe drei ein weinendes Kind vor, das auf meine Nachfrage die Angst äußerte, es fürchte sich, von Jesus lebendig verbrannt zu werden. Riesige Gemälde des modernen Malers Gassmann (siehe das Beispiel) hingen in der Kirche. Sie zeigten das „brennende Würzburg“, so der Jurist meiner Kammer. Nicht genug:

„Bald“ komme diese Apokalypse. Ich klärte das Kind auf, die Apokalypse und die Hölle und Ausstellungen darüber seien Reklame der Kirchen. Das würden wir seit der europäischen Aufklärung wissen. Jesus werde nie ein Kind lebendig verbrennen oder ertränken und habe es auch noch nie getan. Die Inszenierung Apokalypse sei ein Angstmärchen, ja  nicht einmal von Johannes oder Jesus unterschrieben. Diese und weitere einfache Worte verstand das Mädchen.  Der Flash hatte als Kurztherapie gewirkt.

Da innerhalb unserer „Gottes“-häuser Hypnose stattfindet, glauben wir den Satz, alle Gerichte Bibel-Gottes seinen gerecht, oft bis ins Erwachsenenalter. Diese unsere Gesellschaft glaubt leider recht allgemein, dass die nach dem Dogma stattgefundene Tragödie Sintflut gerecht war und die nach dem Dogma „geplante“ Apokalypse ebenfalls gerecht sein wird. Dabei wissen wir nach Auschwitz: Nie ist strafende Folter gerecht. Auf diese Dinge angesprochen, reagieren Gläubige in der Regel verwirrt (sie erwachen aus einer Kirchen-Hypnose) und Geistliche oft erbost: Ein angstmachendes Machtmittel ist ihnen augenblicklich entzogen. Die Kinder Würzburgs, im gesamten Jahr 2010 in Kirchen-Ausstellungen mit der Apokalypse gequält, sind heute seelisch krank an ADS wie nirgendwo in der Welt. Die Stadt hält den traurigen Weltrekord bei ADS.

Kinderpsychiater! Lasst Euch in Würzburg nieder, in der Welthauptstadt der Angsterkrankung ADS. Dass ADS keine Krankheit ist, sondern lediglich ein Symptom (wie Husten oder Schmerzen am Bein), und dass erst ein Internist unseren Psychiatern beibringen muss, was der Unterschied zwischen Diagnose und Symptom ist, sei an dieser Stelle erwähnt. Alleine jedes 5. Würzburger Kind hat bereits diese Angsterkrankung, die eine Flucht vor nicht Auszuhaltendem in die Hyperaktivität darstellt und zum Entsetzen der meisten Hausärzte mit Betäubungsmitteln (statt mit Gesprächen) behandelt wird. Wie sich in Würzburg andere Angsterkrankungen (Psychosen, Süchte, Depressionen mit Suiziden, Essstörungen) ausbreiten werden, bleibt abzuwarten. Wenn die Angstkinder Würzburgs später selber Eltern werden, droht der Stadt eine Autismuswelle, wenn sich die Gottangst der ehemals ADS-Kranken auf deren Kinder „überträgt“.

Auf der  Internetseite „Seelische Störungen durch die Lehre der Kirchen“ las ich am 18. 10. 2015, nach einer „Studie der Universität Würzburg“ sei die Stadt  „eine Hochburg der Selbstmörder“. Die Forscher würden von einem Zusammenhang mit dem „konservativen, stark katholische geprägtem Milieu“ der Stadt ausgehen.Der Jesuitenpater Rupert Lay bestätigt: „Die Hälfte der Patienten, die zu mir in Therapie kommen, sind krank durch  Erfahrungen, die sie in der Kindheit und Jugend mit der Kirche gemacht haben.“ Besonders pathogen sei das Dogma  der „ewigen Verdammnis“.

Dabei hatte ich mit großer Intensität sogleich im Frühjahr 2010 versucht, mit Hilfe meiner Ärztekammer die Ausstellungen zu unterbinden. Die Würzburger Kirchen schalteten aber auf stur, ebenso die Deutsche Bischofskonferenz: Es sei ja nirgends valide belegt, dass die „Perception“ einer Bedrohung von Kindern mit dem sie persönlich bedrohenden Holocaust Apokalypse oder einer auf sie wartenden Hölle krank machen könne. Das spricht nicht gerade für die Qualität unserer Psychiater, die ihrem größten Arbeitgeber diesen Zusammenhang bisher noch nicht valide darlegen konnten (oder wollten). Man machte, so die Konferenz im Schicksalsjahr 2010, Würzburg daher nicht zur Chefsache. Auf eine Strafanzeige (2010) hin mit der Forderung, geschädigte Kinder zu ermitteln und zu therapieren, tat sich nichts. 2014 ist nach einer Erhebung der Betriebskrankenkassen  Würzburg ein Zentrum depressiver Erkrankungen (Medical Tribune, 9. Jan. 2015, Seite 21). Wo es Depressionen gibt, gibt es aber auch Suizide. Das Massaker veranstaltet der innenaggressive Gläubige an sich selbst. Er bringt sich um weil er entweder die quälende Depression nicht mehr aushält, oder als Menschenopfer an Gott, um ihn mit dieser Opfergabe zu besänftigen. Er soll bezüglich des Jüngsten Gerichtes Milde wirken lassen. Iokastes Suizid ist für letzteres ein Beispiel.

Welches Kind hält den Gedanken aus, von Jesus später einmal grausam verbrannt oder ertränkt zu werden? Wir brauchen Eindeutigkeit in der Bibel, dass ein Jesus das nicht vorhat zu tun! Es ist eine Drohaktion des Klerus.

Die gesundheitliche Katastrophe für die Kinder Würzburgs hatte ich vorausgesehen (siehe dazu in der Anzeige).

Das einzig Gute am Drama Würzburg: Was für alle Kinder selbstverständlich ist, wissen jetzt, nach dem radikalen Würzburger Großversuch, selbst erwachsene Priester in der Deutschen Bischofskonferenz und erwachsene Psychiater: Sie wissen nun um die krankmachende Wirkung einer Angst vor Folter, speziell auch einer fundamentalistischen kirchlichen Ausrichtung mit einem Predigen strafender ewiger Folter vor Kindern. Juristisch ist dabei von Belang, dass der Klerus die von ihm gepredigte Höllenstrafe gemäß Joh. 20 ebenso abwenden kann, wie Jesus selbst: Wo die Kirche vergebe, da vergebe auch er, sagt der Jesus der Bibel in Joh. 20. Was Jesus wirklich je gesagt hat – wir wissen es nicht. Die Bibel ist ein orientalisches Märchenbuch.

Psychiater wissen nun auch, was sich hinter ihrem SYMPTOM ADS als DIAGNOSE versteckt, denn ADS ist lediglich ein Symptom und niemals eine definitive Diagnose. Gewalterfahrung oder die Erfahrung einer Androhung von (auch angeblicher göttlicher) Gewalt stellen als psychischer Druck oft die Ursache für das Symptom einer schulischen Unaufmerksamkeit dar. Und Psychiater wissen nun, dass dieser Druck in Würzburg von ihrem größten Arbeitgeber, der Kirche ausgeht. Natürlich hatte auch das Kind Anne Frank Angst vor der Folter in einem KZ, auch wenn es nicht darüber sprach. In der Kirche mit Angst missbrauchte Kinder haben zuhause die Stummheit von Opfern und unterscheiden sich damit nicht von Opfern sexueller kirchlicher Gewalt.

Im bekannten Buch „Zwanghaft zerstreut“ der Autoren E. M. Hallowell und J. Ratey, rororo, geht es um ADS, auf amerikanisch ADD. Dort wird ein Arzt beschrieben, nennen wir ihn Joshua. Er leidet so schwer an  kirchlich ihm eingeredeter Schuld, dass er sich nicht mehr konzentrieren kann. ER brütet den lieben langen Tag über seine „Sünden“. Er wird depressiv und zum Alkoholiker. Masochistisch will er in „Selbstzerfleischung“ seine „Schuld“ abarbeiten und so im Stil des Ödipus seine kirchenbedingten Ängste reduzieren.  In seinem Inneren, so die Autoren, rede ein „verrückter Prediger“. Nun, Prediger, die aus Gott der Liebe das gerade Gegenteil machen, einen hitleroiden Führer einer ewigen Feuer- Hölle, sind nicht verrückt, es sind Verbrecher. Man gibt ihm, Joshua,  Ritalin, also ein BTM, das wie jedes Morphinderivat die Stimmung anhebt. Doch solche Wunden, so heißt es, heilen nur langsam.

Für die verursachten Würzburger Schäden müssen nach dem Verursacherprinzip nicht etwa die Krankenkassen, sondern die verantwortlichen Kirchen aufkommen. Geld für therapeutische Zwecke bzw. Schmerzensgeld ist genug vorhanden. Das Beispiel Limburg zeigt es uns.

http://www.welt.de/gesundheit/article113348472/Warum-so-viele-Kinder-i…

Es folgt der Text der 2. Anzeige (aus dem Jahr 2012)       An die Staatsanwaltschaft Würzburg   Ottostr. 7     97070 Würzburg

 Nachrichtlich:Amt für Jugend und Familie Fachbereich 31a Zeppelinstr. 15 97074 Würzburg    Bischof Robert Zollitsch, Schoferstr. 2 79098 Freiburg i. Br.   Daniel Bahr, Gesundheitsminister, Friedrichstr. 108 10117 Berlin         Dr. Hans-Georg Maaßen, Bu.-amt f. Verf.- schutz, Merianstr. 1oo 5o765Köln       Dr. Kristina Schröder, Familienministerin, Glinkastr. 24 10117 Berlin    Dr. Helmut Schmid Neuberger Weg 82 22419 Hamburg      Dr. Joachim Gauck, Bundespräsident, Spreeweg 1 10557 Berlin       Norbert Denef, Schulstr. 2B 23683 Scharbeutz    Dr. Helmut Zerbes, Landgericht Köln, Luxemburger Str. 102, 50939 Köln     Dr. Angela Merkel, Willy – Brandt – Str. 1 10557 Berlin     Redaktion „Die Zeit“, Speersort 1, 20095 Hamburg     Redaktion „Der Spiegel“, Erikusspitze 1 20457 Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit erfolgt Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Ausstellung Apokalypse in der St. Stephan Kirche Würzburg im März 2010. Zur Last gelegt wird:  Kindesmisshandlung nach § 235 RiStBV, Androhung von Folter und diversen Verstößen gegen deutsches Recht, wie sie sich aus dem Text ergeben, u.a. § 225 StGB Misshandlung von Schutzbefohlenen, § 240 Nötigung, § 241 Bedrohung, § 1631 BGB Personensorge, Störung der Religionsruhe, § 131 StBG Gewaltdarstellung, Verstoßes gegen Art. 1 GG und gegen § 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes.

Die Ausstellung „Apokalypse“ sah ich im Rahmen einer Reise nach Würzburg im März 2010. Die Apokalypse ist die „Enthüllung“, was uns und unsere Kinder am Ende der Zeit erwartet (siehe Eschatologie, Jüngstes Gericht). Sie ist fester Bestandteil des heutigen offiziellen Glaubens beider Großkirchen. In Lukas 17 legt Lukas Jesus die Worte in den Mund, er werde bei seiner Wiederkehr eine erneute Sintflut und erneut Menschenverbrennungen vornehmen. Das Kapitel Lukas gilt heute noch als tatsächliches und wahres Wort Gottes, leider. Es gilt als heilig und duldet keinen Widerspruch eines Gläubigen. Der Jesus der Bibel gilt zwar als sündenfrei, wird hier aber als Despot schlimmster Bauart gezeichnet. Die Bibel macht ihn hier zum größten lebenden Sünder.

Ich war über meine Erlebnisse in der St. Stephan Kirche entsetzt. Das grausamste, unmenschlichste Kapitel der Bibel, die Offenbarungen des Johannes, wurde völlig unkritisch in einer Kirche dargestellt. Kinder glauben, was ihnen in Kirchen vorgesetzt wird. Sie sollen es ja glauben. Es soll bei Kindern der Eindruck erweckt werden, die Offenbarungen entsprächen einer „Wahrheit“. Diese „Wahrheit“ will man in Würzburg als Glaubensrealität in Kinderseelen implantieren. Juristisch ist dies in Deutschland, wie Sie sehen werden, gegen die bestehenden Gesetze. Die Offenbarungen lagen in St. Stephan aus. Sie gipfeln ja, wie Ihnen bekannt, in der Ankündigung, Jesus werde kommen und foltern „Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Das ist für unsere Kinder nach § 241 StGB: Bedrohung. Entsetzliche und damit autistogene Bedrohung mit eventuell eintretender Ewigkeitsfolter.

Zu jedem der 9 ausgestellten großformatigen Werke des Künstlers J. Gassmann, für den die Offenbarungen wahrscheinlich selbst das Problem darstellen oder darstellten, lag eine „Erklärung“ der Kirche, ein Bibelzitat, bei. Zur Mitnahme. Ich nahm die Blätter mit.

Die Kirche war nur spärlich gefüllt. Eine Mutter trug ihr Kind in einem Schultertuch. Zwei Mädchen saßen und lasen. Eines der Mädchen weinte. Es hatte die „Erklärung“ zum Apokalyptischen Reiter (Off. 6, 1-6) gelesen. Text: „Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden.“ Natürlich trifft diese Ankündigung ein wehrloses Kind hart.

Niemand außer mir war zugegen, um das Kind zu beruhigen. Ich tat es mit etwa den Worten, Gott sei nicht so, wie in den Offenbarungen beschrieben. Er sei die bedingungslose Liebe und lehne jede Art von Gewaltanwendung ab. Das habe er zu allen Zeiten getan, nicht erst nach Jesu Geburt. Gott hasse jede Form von Gewalt. Die Offenbarungen seien eine dunkle Reklame der Kirchen zum Kinderängstigen.

Das zweite, äußerlich völlig unbeeindruckte Kind, las über den Untergang Babylons (Off. 18). Das dazugehörige überdimensionale Bild (siehe www.endspiel2010.de) zeigt, wie „Gott“ die gesamten Einwohner einer Stadt (mitsamt den unschuldigen Kindern) in Flammen aufgehen lässt. Der Jurist der Ärztekammer Niedersachen, Herr Wiegand, teilte mir schriftlich mit, es handele sich beim Prospekt der Ausstellung offensichtlich um das brennende Würzburg. Dort werden also Kinder barbarisch, quasi vor unser aller Augen, mit Feuer zu Tode gefoltert. Wieder ist die „Erklärung“ der Kirche unfassbar: „Darum werden ihre (Babylons) Plagen an einem Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet.“ Ein „Engel“ überflutet nach dem Brand mit einem Tsunami Babylon, damit es „nicht mehr gefunden“ wird. Wie soll man auch eine Erfindung finden? Und Babylon, wenn es die Stadt je gegeben hat, wurde doch eher, wie auch Sodom und Gomorrha, von findigen Geistlichen aus finanziellem Interesse angezündet, als von einem Gott, der die Liebe sein soll. Nach Babylon passiert nun entsprechend den Aufklärungszetteln folgendes: Engel rufen: „Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Kraft unseres Gottes! Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte …“  Und sie „fielen nieder und beteten Gott an.“ Und: „Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben.“ Und:  „Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes.“

Das Grundgesetz, mit seiner Betonung der Würde, ist hier verletzt. Unsere Kleinen werden in Nötigung unter Umgehung von § 240 StBG gezwungen, einen grausamsten Gewalttäter anzubeten. Das ist auch gegen die Würde Gottes, der nach meiner moderner Anschauung die bedingungslose Liebe ist. Nach unserer ehemaligen Bischöfin Dr. M. Käßmann ist diese Ausstellung pure „Gotteslästerung“. Käßmann: „Jeder Mensch, der glaubt, dass er Gewalttaten religiös deklinieren könne, ist ein Gotteslästerer.“ Hier lästere, so Käßmann, also die Kirche St. Stephan zu Würzburg Gott. In Kinderseelen wird hier eine krankhafte Form dessen implantiert, was „gerecht“ sei. Kinderverbrennungen sind jedoch niemals gerecht. Sozialpädagogisch haben sich derartige Lehren, wie wir in Deutschland wissen, als unhygienisch erwiesen. Auf jeden Fall nimmt St. Stephan Gott und damit auch unserem jegliche Würde und stellt ihn auf eine Stufe mit allen uns bekannten Erden-Despoten. Ich sah mich auch hier gezwungen, dem Kind aufklärend zur Seite zu stehen. Gott sei ganz anders zu verstehen. Er sei die Liebe. Warum die Kirche so etwas macht, ist uns allen, spätestens durch Nietzsche, bekannt. Aber: Der Ärztetag 2009 verurteilt „nachdrücklich“ jedes Projekt, das Kinder aus finanziellem Interesse heraus missbraucht (siehe dort).

Es lagen auch Gesangbücher in St. Stephan aus mit dem Höllenlied 234: „So wahr ich lebe, spricht Dein Gott“. Inhalt: „…so du nicht Buße tust, dein Seel und Leib dort brennen muss.“ Ein hoher Polizeibeamter sagte mir, wenn er derartige Gesangbücher bei einem Kirchenbesuch nicht beschlagnahme, mache er sich strafbar. So weit sind wir also. Kinder sind keiner Fundamentalkritik fähig. Das ist zu berücksichtigen. Ich bitte Sie hiermit, die Bücher zu konfiszieren. Sie verstoßen gegen § 241 StGB und die Europäische Menschenrechts-Konvention.

Die Darstellung dieser extremen Gewalttaten ist in Deutschland, und gerade in Deutschland, vor Kindern bzw. Personen bis 18 Jahre ebenso verboten, wie die Verharmlosung oder gar das Feiern lassen dieser grausamsten Gewalttat. Prof. Papier, ehem. Chef des Verfassungsgerichtes, sagt uns dazu, die Kirchen hätten zwar Religionsfreiheit, sie müssten sich jedoch an die deutschen Gesetze halten. Schon der kleinste Verstoß gegen deutsches Recht ist Religionen nicht statthaft, so Prof. Dr. Rolf Dietrich Herzberg über die Beschneidungspraxis. Sehr deutlich drückt sich Präsens Nikolaus Schneider über Missbrauch aus, jetzt neuer Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche Deutschlands. „Wir brauchen da eine staatliche Aufklärung“, sagte Schneider im Deutschlandfunk. Nötig sei „ein geordnetes Justizverfahren“. Und: „Was es auf keinen Fall geben kann, ist ein paralleles kirchliches Strafrecht.“ Im Umgang mit den Problemen rät er zur Anzeige und Strafverfolgung (Zeitung „Die Welt“ vom 6.4.2010, Titelseite). Auch die erfundene Geschichte der globalen Sintflut, des ersten Holocausts, und der damit verbundenen Anbetung des Täters dieser Sintflut, sowie das leidige Kapitel Johannes 8,44 vertragen sich nicht mit dem Grundgesetz. In Joh. 8/44 bezeichnet die Bibel die männlichen Juden als die Söhne des Teufels. Bitte sorgen Sie hier für Unterlassung. Erzbischof Robert Zollitsch bittet uns alle, in der Kirche zu bleiben und ihm zu helfen bei einem „Neuanfang“ der Kirche, einer gewaltlosen Kirche ohne jeden Missbrauch (Zeitung „Die Welt“ vom 6.4.2010). Der Augsburger Bischof Walter Mixa, sagt, ein Priester müsse „gewaltlos sein“. Er schließt damit auch die seelische Gewaltanwendung gegenüber Kindern ein. „Herr, erwecke deine Kirche“, ruft Münchens Erzbischof Reinhard Marx Gott an. Er plädiert für eine „Erneuerung“ der Kirchen. Papst Benedikt fordert gar eine christliche Revolution.

Die Würzburger Kirchen hatten vor, das ganze Jahr über die hoch pathogenen Offenbarungen auch in anderer Form herauszustellen. Ihr Motto hieß „Endspiel“. Seelischer Missbrauch wird hier zum „Spiel“ heruntergestuft, um gläubige Kinder und Mütter zu einem Spiel in die bekannte Kakao- und Kuchenfalle anzulocken. Dieses „Endspiel“ wird für einige Kinder in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt oder gar in letzter Ruhe sein Ende finden. „Gewalt und Missbrauch erschüttern katholische Kirche“, so lautet die Schlagzeile der Zeitung „Die Welt“ vom 6.3.2010. Gleiches gilt für meine, die evangelische Kirche. Wer aus der Bibel ohne „Filteranlage“ trinkt, wie die Würzburger Kinder es momentan müssen, „wird krank oder wahnsinnig“, wusste Bernhard Shaw. 1918 war das Stichjahr, das Kirchen und Psychiatrie in die Postmoderne zurückwarf. Ein krampfhaftes wörtliches Festhalten an der mehr mensch- als gotterdachten Bibel führt die „modernen“ Kirchen in die gesetzesuntreue Sackgasse.

Die Kinder Würzburgs sind von Fachleuten auf Folgeschäden dieser Mammutausstellungen hin zu untersuchen. In Schulen müssen sie über die unsinnigen und unwahren Inhalte sowie über die gesetzlichen Bedenken gegen die Ausstellungen unterrichtet werden.

Helmut Schmidt ermahnt uns in seinem Buch „Religion in der Verantwortung“ unserer besonderen Verantwortung auch religiöser Gewalt gegenüber. Karl Marx durfte noch sagen: „Der Mensch macht die Religion.“ Die Religion macht aber auch die Menschen. Sie macht sie zu Gewalttätern, wenn sie dem Rache- und Zornesgott nacheifern, oder zu Schweigern und Wegsehern, wenn sie Angst haben. Oder zu seelisch Todkranken, wenn sie gar ewige Höllen fürchten. Alles ist aber das Gleiche: Krankheit. Völlige seelische Gesundheit ist nur flüchtig existent. Sie ist uns ein scheuer, aber lieber Freund.

Mit freundlichem Gruß

Nachdem die Klage wie erwartet abgewiesen wurde, haben wir denjenigen angezeigt, der nach Auskunft meiner Kirche der Veranstalter der Apokalypse sein soll: Jesus von Nazareth. Die Staatsanwaltschaft Freiburg i. Br. schreibt dazu, die angezeigte Person Jesus sei nicht „existent“. Natürlich kann eine Staatsanwältin nicht eine Auferstehung eines vom Römischen Staat für tot Erklärten attestieren. Sie kann nicht ein Wunder attestieren, da es im wissenschaftlichen Kontext, innerhalb dessen sie sich bewegen muss, keine Wunder gibt. So kann ein Mörder vor Gericht nicht behaupten, ein von ihm eigenhändig Ertränkter sei von den Toten auferstanden und es gehe ihm nun an der Seite Gottes besser als je zuvor. Wer soll das glauben? Papst Paul II (Wojtyla) dankte der Mutter Maria für seine Rettung: Sie habe eine auf tödlichem Flug befindliche Gewehrkugel so abgelenkt, dass sie nicht tödlich gewesen sei. Nun, so etwas ist Kirchenreklame. Man braucht dort Wunder. Denn warum hat die so (all)-mächtige Mutter Maria die Kugel nicht ganz abgelenkt? Warum war sie so nachlässig?

Freiburg brachte aber nun den Beweis, dass die Kirchen in eigener Täterschaft mit dem Terroranschlag Apokalypse drohen. Der Weg zu weiteren Strafanzeigen – nun in Richtung Kirchen – ist geebnet.

Einer der ausstellungsbedingten Suizide, die wir in Würzburg erwarten. Der Ort wurde eine Hochburg der Suizide