Das Mensch-Syndrom ALAMS = ein System, Unauszuhaltendes auszuhalten

e

Hier werden Ungläubige "zu Recht" verbrannt

Das Mensch-Syndrom und das ALAMS-System (Anti-Leid-Anti-Mitleid-System)
Das „Mensch-Syndrom“ beschreibt eine universelle psychologische und existenzielle Disposition des Menschen. Davon ausgehend existiert ein idealtypisch „gesunder“ Zustand des Homo sapiens prinzipiell nicht.
Das Syndrom manifestiert sich in drei sequenziellen Phasen:

Erkenntnis der Vulnerabilität: Die intellektuelle Fähigkeit des Menschen, das inhärente Risiko existenziellen Leidens (bis hin zur Folter) auf der Erde rational zu erfassen.

Existenzielle Depression: Die zwangsläufige psychische Reaktion und Niedergeschlagenheit, die aus dieser Erkenntnis resultiert.

Kompensation durch Gewalt: Der Versuch, diese Depression durch die Verdrängung von Gewalt, die Idealisierung von Machtstrukturen oder die eigene Gewaltausübung zu bewältigen.

Ein prägnantes Beispiel hierfür ist die Glorifizierung omnipotenter, strafender Gottesbilder oder autoritärer Führerfiguren sowie der konsumierende Voyeurismus von Gewalt in Medien und Realität. Diese Trias unterscheidet den Menschen fundamental von anderen Tieren.
Bereits Thomas Hobbes (1588–1679) postulierte, dass der menschliche Wille nicht frei, sondern primär von Furcht und daraus resultierender Gier determiniert sei. Der Mensch agiert als ein durch existenzielle Einsicht getriebenes, tief verängstigtes Wesen, dessen Streben nach Macht aus purem Selbstschutz erwächst. Laut Hobbes bedarf es eines Gesellschaftsvertrags, um den Menschen durch staatliche Institutionen zu zivilisieren und dessen destruktive Besitz- und Rivalitätssucht einzudämmen. Dies setzt jedoch einen wahrhaft zivilisierten Staat voraus – eine Prämisse, die angesichts der aktuellen Realität hinterfragt werden muss.
Kritisch zeigt sich dies etwa dort, wo der Staat durch den konfessionellen Religionsunterricht Räume schafft, die dogmatischen Fundamentalismus begünstigen und somit die psychische Gesundheit von Kindern zerstören oder zumindest gefährden können.
Fazit: Die Ursache menschlicher Gewalt liegt in der rationalen Antizipation der grausamen Realität sowie der verdrängten Angst vor physischer Unversehrtheit (wie Folter) und dem verzweifelten Versuch, dieser präventiv zu entgehen.
Es gibt nun Menschen, Elefanten nenne ich sie, und Schopenhauer war ein solches Exemplar, die über das System Alams nicht verfügen,  es nicht aktivieren können.  Und die doch überleben. Wir sollten sie bemerken und ihnen zuhören. Die Welt wird ein Stück weit besser, wenn wir die Kraft haben, ihnen eine Weile zuzuhören. Es gibt kleine und große Elefanten, junge und alte. Neulich im Radio sagte ein kleines Kind dem Pastor bei einem Gedanken an die Sintflut: "Da sind ja noch Tiere, die nicht mit auf die Arche können!"  Eine hochpeinliche Situation. Das Kind war wie viele Kinder ein Seher und hatte daher Ungerechtigkeiten bemerkt. Ungerechtigkeiten seines "Gottes". Da der  Pastor schwieg, sagte ein anderes  Kind: "Die nehmen dann wohl das nächste Schiff."

Die meisten Elefanten haben einen langen Weg hinter sich. Manche leben in Klöstern im Himalaja, unter den Seinebrücken, manche in Etzugskliniken, manche können nicht mehr sprechen: Sie haben sich gerade erhängt. Goethe wusste: Wer die Wahrheit erfahren will, erfährt sie in den geschlossenen Psychiatrien. Das war früher so. Heute sind die Psychiatriebewohner durch Medikamente weitgehend  äußerungsunfähig gemacht. Man will ihre Äußerungen gar nicht hören. Man will solche Wahrheiten nicht wirklich. Das ist nur zu verständlich. Ich machte über sie ein Gedicht.

Die Weisen

Die sie die Weisen nannten
waren unterm Haus der Demenzkranken untergebracht
Es gab drei Zimmer
von denen eins oder zwei je besetzt waren
Bettzeug, das man zu Stricken zerreißen konnte
und Metallgegenstände
waren unzulässig
Nachts konnten die Luken geräuschlos verschlossen werden
Gespräche mit ihnen durften die Pflegekräfte
und wir Assistenzärzte nicht führen
und waren den Sicherheitskräften vorbehalten