Der doppelte Fick 
von Frank Sacco

Sind denn alle Priester homosexuell und pädophil? Das fragt man sich schon lange. 300 ihrer Zunft missbrauchten allein in Pennsylvania  serienweise  die ihnen ausgelieferten Knaben. Bei der Eingangsfrage, siehe dazu meinen unten angeführten Link, ist eine 5x so hohe Dunkelziffer zu berücksichtigen. https://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/143867/index.html.

Man lässt das Märchen verbreiten, homosexuelle Priester seien die „Ausnahme“. Dazu gibt es „Untersuchungen“, die ich hier offiziell nicht anzweifeln will. Hier kommt so eine:  https://www.dw.com/de/leygraf-p%C3%A4dophilie-bei-priestern-die-ausnahme/a-16438922

„Kichernde Teufelspriester“, heißt dagegen ein Leitartikel in der Die Welt vom 22.8.18. Man zog sich entsprechende Knaben in Pennsylvania als Missbrauchsopfer heran. Wie man das am geschicktesten macht, erkläre ich hier am Ende dieses Artikels. Dann, wenn die Manipulation „erfolgreich“ war, schenkte man den Opfern ein goldenes Kreuz, um anderen Priestern zu signalisieren: Dieses Kind steht ab jetzt zur freien Verfügung und kann gefickt werden.  Die Kleinen haben wir „im Stich gelassen“, so Papst Franziskus dazu.

Die Hintergründe: Katholischer Priester wird man, wenn man glaubt. Wenn man recht orthodox glaubt. Orthodoxer als andere. Unser Glaube, das sog. Christentum, verteufelt und verhöllt bekannter Maßen die Geschlechtsöffnung der  Frau, die Vulva. Alles, was dort hineinkommt und herauskommt, soll der Sünde sein. Sowohl Maria als auch ihr Sohn Jesus mussten daher Jungfrauen bleiben. Jesus kam nicht über die Vagina zur Welt. Ob der Bibelgott regelmäßig Sex hat, so etwas wird gar nicht erst diskutiert! Das frühkindliche Trauma der Entdeckung eines  heterosexuellen Doktorspiels beim Kind durch einen Erwachsenen führt unsere Kinder in die Angsterkrankung Sexualität. Hier werden sowohl die Hetero- als auch die unechte (die nicht genetisch bedingte) Homosexualität nach Hirschfeld zu einer Angstkrankheit. Denn der Entdecker der kindlich-harmlosen „Tat“, selbst orthodox gläubig, stellt dem Kind seine Spielerei im Doktorspiel als höllenwürdige Sünde dar.

Das Aushängeschild der heutigen  Homosexuellen in Berlin und Hamburg, Prof. Magnus Hirschfeld, ist selbst schwul. Er lebte gleich mit zwei „Ehepartnern“  in voller Zufriedenheit zusammen. Er erklärt uns, dass einem männlichen Kind vom Klerus die weibliche Vulva  vom Glauben her als der „Eingang zur Hölle“ dargestellt wird. Nicht Vererbung, nein, dieses Trauma sei der Grund des Hervorbringens  eines „unechten Homosexuellen“. Die Gesellschaft habe die Kirchen einfach nicht „im Griff“. Sonst würde es wohl weniger Schwule geben, so  der „Einstein des Sex“.

Die Kirchen machen bis heute munter weiter mit dem so einträglichen „Geschäft“ ihrer Androhung jenseitiger Folter, speziell auch  bei sündigem Verhalten auf dem Gebiet des Sex. Dass es ein Geschäft ist, beichtet uns Bischof Nikolaus  Schneider (Der Spiegel 43/2014). Die jenseitige  Folter  gibt es aber ja gar nicht! Weil es kein Jenseits gibt! Gott, das wissen wir Aufgeklärten heute, ist eine einträgliche Erfindung. Aber das nur so nebenbei. Angst vor der ewigen Hölle ist auch der angewendete üble Trick,  über den  ein Gefügig machen der kleinen Messdiener erst ermöglicht wird (s.u.).

Die heutige mit der Sache Homosexualität befasste Sparte der Psychiatrie leugnet, da selbst in ihren Gliedern in der Regel homosexuell, diese Zusammenhänge. Sie besteht strikt  auf Vererbung bzw. schon eine „schon intrauterin vorhandene  Veranlagung“. Die Entstehung einer Homosexualität sei „jenseits jeder Pathologie“. Eine Lüge also. Man log den dt. Ärztetag an, der auf die kämpferisch vorgetragenen Lügen und Verdrehungen hereinfiel. Vererbung setzt ja voraus, dass das Sperma zum Ei kommt. Kommt Sperma zu Sperma, kommt kein Kind zustande. Weder chromosomal noch epigenetisch (über Protoplasma). Unechte Homosexualität entsteht demnach in jeder Generation neu. Und sie ist sowohl in der Zahl der Entstehung  als auch in der konsequenten Ausprägung abhängig von der Intensität des „christlichen“ Glaubens. Die echte Homosexualität ist nach Freud und diversen anderen Analytikern dagegen nicht angst-, sondern eher genetisch bedingt.

Das auf brutale Weise glaubenstraumatisch vulva-verhexte männliche Kind wird also, da sich Sexualität nicht abtöten lässt, schwul. Irgendwohin muss es ja mit seinem Trieb. Onanieren darf  es ja auch nicht!  Obgleich Jesus als normales Kind ja auch onaniert hat. Es weiß nur zunächst nichts von seiner frühen Umkehrung (als etwa Dreijähriger) ins Homosexuelle. Wenn der Junge es erkennt, sollte er in Psycho-Therapie. Da hat Papst Franziskus schon Recht. Denn das Kind ist auf den Schulhof gefährdet und hefigen Diskriminierungen ausgesetzt. Kinder können da sehr hart sein. Eine tiefe Sorge des Kindes, schwul sein zu können, ist im Vorfeld einer angstinduzierten Schizophrenie sehr oft beschrieben worden. Wer aber später den Priesterberuf erwählt, dem ist es in der Regel sein Schwulsein schon bewusst. Er wählt ja  den Beruf, und Eugen Drewermann gibt solche Beispiele, gerade aus der Angst vor einer ausgelebten Homosexualität heraus. Denn mit der landet man nach dem Dogma ohne ordentliche Beichte sowieso in der Hölle. Der Priesterberuf schütze, so meint der angehende Geistliche, vor einer solchen Versündigung. Denn er schützt ganz allgemein vor Sex. Er schützt vor der Hölle Dort werde man froh  sein „um jedes nicht brennende Körperteilt“, teilt der Kirchen-Autor Hans-Werner Deppe im Buch „Wie wird es in der Hölle sein?“, betanien, unseren Kindern mit. Auch und gerade der Schwanz wird da also vermutlich und ewig brennen. Eine unangenehme Vorstellung. Ich habe Deppe angezeigt. Wegen seelischem Kindesmissbrauch.

Doch im Priesterseminar ist diese Angst schnell verflogen. Dort wird, das erkennt der Lernende, Homosexualität lebhaft und auch mit fertigen Priestern fröhlich und ohne gröbere Sündengefühle ausgelebt. Warum auch nicht. So verschwindet die große sexuelle Angst.  Das Schwulsein aber, das erkennen wir jetzt, ist im Katholizismus, der sich anmaßt, in seinen Dogmen für alle Menschen gültig zu sein,  systemimmanent. 20 % der organisierten katholischen Landjugend ist aufgrund tief verdrängter  Höllenängste schwul. Und über 50 % der fertigen Priester sind es.

 Ähnliches meint auch Slavoj Zizek in der Die Welt vom 1. 9. 18. Im Artikel „Das katholische Unterbewusstsein und die Pädophilie“. Der Missbrauch der Kirche sei bereits in ihre „Funktion als  soziale Institution“ eingeschrieben. Die Kirche „brauche den Missbrauch“ um sich „fortzupflanzen“. Nahezu  jeder Mensch ist der Pädophilie nicht abgeneigt. Wir sind ja Teile der Natur. Ein Affe fragt auch nicht: Bist Du schon 16? Man merkt und fühlt die Neigung  jedoch oft nicht, wenn das Überich „Gott“ derartige Gefühle als verboten einstuft. Denn „Gott“ strafe auch bloße Gedanken! Doch Sex mit einem (einer) Heranwachsenden vor Entwicklung der Schambehaarung  erscheint vielen zunächst irgendwie weniger sündhaft als normaler Sex. Die Neigung zum Kind hin ist beim pädophilen Priester allerdings so ausgeprägt, dass er sie auch auslebt. Pädophilie und Homosexualität haben hier  ja die gleichen ecclesiogenen Wurzeln: Die Angst vor normalem Sex, den anerzogenen angstbedingten Ekel vor dem Geschlecht des Andersgeschlechtlichen. Abgeschwächt haben diesen Ekel auch  Heterosexuelle.  Denn auch der normale Sex ist kirchenbedingt vergiftet. Dieses Gift hat die übliche Sexualität zur Angst-Krankheit gemacht. Auch die Homosexualität ist in dem Sinn natürlich Krankheit und ein Symptom eines Sacco-Syndroms. Die Schäden sind nur anders. Während Homosexualität ca. 5x mehr Suizide und Depressionen mit sich bringt, leiden Heteros u. a. an Impotenz und ecclesiogener Frigidität. Statt einen Penis zu lieben, ekelt sich oft nicht nur die frigide Frau vor dem Teil. Letztere kann oft erst in einer lesbischen Beziehung „Heilung“ erfahren und zum ersehnten Orgasmus kommen.

Katholische Priester haben nun ein intelligentes System entwickelt: Wie bekommt man die missbrauchten Knaben zum Schweigen? Nun: Man ist erst vorsichtig. Man sitzt am Bett, streichelt, gibt zärtlich Küsschen auf die Stirn. Man schaut, wo ist schon zum Schwulsein prädestiniertes Material vorhanden? Auch das Kind will ja Sex (nach Freud). Auch das Kind stimuliert da schon einmal bei zunehmender erregender körperlicher Zuwendung durch den  Erwachsenen diesen ebenfalls sexuell. Hat man es einmal so weit,  sagt man dem Kind, es  habe den zur Keuschheit verpflichteten Priester, was eine große Sünde darstellt, zu einer verbotenen und dazu noch höllenwürdigen homosexuellen Handlung „verführt“! Es habe vor Gott schwere Schuld auf sich geladen. Man schickt es zur Beichte. Zu einem homosexuellen Kollegen. Der weist es darauf hin, dass Gebeichtetes absolut geheim ist, geheim zu halten auch vor den Eltern und Verwandten.  Man fickt halt doppelt: Mit dem Schwanz und mit der ewigen Hölle. Mit der Hölle macht man die Kleinen mundtot. Erst danach  kann der Sex härtere Formen annehmen. Erst dann kann Analverkehr ermöglicht sein. Die zunächst verhängten Strafen wie die in der Die Welt geschilderten körperlichen Züchtigungen fallen dann auch weg und machen Belohnungen Platz: Man schenkt sogar ein goldenes Kreuz. Denn auch Jesus wird wohl mit allem einverstanden sein. Der hatte es auch nicht mit Frauen. Soweit die im Milieu allseits bekannte Gebrauchsanweisung.

Fazit: Man sollte aus der Kirche austreten. Die Kirchensteuer ist anderswo besser angelegt.