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                                                                                                                                    Sacco mit Paule

Zusammenfassung für den eiligen Leser  //  KI zum Sacco-Syndrom

Unter dem Sacco-Syndrom verstehen wir Erkrankungen und von der Norm abweichendes Verhalten, sofern sie durch religiöse Ängste entstehen.

Ein Paradigmenwechsel steht in der Psychiatrie an: Nicht die Kastrationsangst ist die größte Angst jedes Knaben, es ist die Gott- bzw. Jenseitsangst. Der Leiter des Referats Religiosität in der DGPPN, Prof. Utsch, gibt ein ganzes Fallbuch mit Beispielen über Religionskrankheiten heraus, die sich häufig als Schizophrenie zeigen und diese Bewusstseinsspaltung dann als religiös bedingte Angsterkrankung identifizieren (siehe "Fallbuch Spiritualität in Psychotherapie und Psychiatrie"). Doch die Kosten zur Behandlung  der Schäden bürdet die DGPPN immer noch den Krankenkassen und damit der Gemeinschaft auf - anstatt nach dem Verursacherprinzip bspw. den Amtskirchen.

Welche religiösen Dogmen machen über Ängste  krank? Hier steht die Jenseitsangst ganz im Vordergrund. Damit sie entstehen kann, muss zunächst ein möglichst grausames Gottesbild präsentiert werden. Das schaffen die Heiligen Schriften in der Regel mit Leichtigkeit. Die ehemalige Leiterin der Evangelischen Kirchen Deutschlandes (EKD), Bischöfin Käßmann, schreibt uns über religionskrank gemachte Kinder im Buch „Wie ist es so im Himmel?“, Herder. "Ungeheure" Gottängste produziere die Geschichte der Sintflut. Und doch solle man sie weiter so erzählen, "wie es die Bibel tut". Auch gebe es bei Kindern „immer wieder eine große Angst vor der Hölle“. Sie trifft dort auf „große Befürchtungen“, „Gott könne sie strafen“. Manche hätten „gar tief existentielle Ängste wie Luther..."  Luther hatte diese Angst bis hin zur Psychose: Er halluzinierte den Teufel und litt unter einer masochistischen Depression. Er geißelte sich mit Bußwerkzeugen.  Wer existentielle oder Jenseitsangst aufweist, ist immer schwer angstkrank. Die Religionsfreiheit gibt den Vorgang des Krankmachens übrigens nicht her. Doch gerade die Jenseitsängste der Kinder will man keinesfalls abschaffen. Sie sind bares Geld für die Kirchen, signalisiert uns Bischof N. Schneider. Käßmann weiter zum Thema Hölle: Kinder würden natürlich Gerechtigkeit wollen, dass die Bösen bestraft werden, dass in der Hölle Jesu  „Gerechtigkeit kommt wie im Märchen: Die böse Stiefmutter verbrennt.“ Sie stellt Kindern in diesem Gleichnis das Verbrennen von Menschen als eine gerechte Strafe hin.  Käßmann:  „Was geschieht… mit menschenverachtenden Diktatoren wie Hitler und Stalin und ihren unglaublichen Untaten…?“ Welches Kind möchte da nicht einen Hitler in der Feuer-Hölle sehen? So ein Kind verlangt ja dann geradezu nach einer Hölle – und glaubt schließlich an diese angeblich Jesus – geführte Folterkammer.  In der Frage, ob Gott allen Menschen die Hölle erspart, weicht die Bischöfin aus: „Ich bin der Meinung, wir sollten nicht so viel über Gottes Zukunft grübeln.“ Ein Kind will aber gerade in dieser Sache  wirkliche Gewissheit. „Der uns bedingungslos liebende Gott straft nicht im Jenseits“. Das wäre eine unsere Kinder erlösende Antwort.

Religion stellt auch nach Karl Jaspers als die größte Angst-Quelle die häufigste Ursache psychiatrischer Erkrankungen dar. Und die Lehre in den Kirchen wird leider wieder strenger. „Schlimmer“ als unter Hitler sei es unter Jesus in dessen Hölle, so der Kirchenautor und Verleger Hans-Werner Deppe schriftlich zu unseren entsetzten Kindern. Ich habe ihn angezeigt. Ohne Erfolg. Man nahm lediglich das Buch aus dem Handel. Bischof Nikolaus Schneider, Ex-Präses der EKD, tröstet uns zwar, das Höllenpredigen sei nur ein „Geschäft“ der Kirchen  (Der Spiegel 43/2014). Doch sollte man dieses, zugegeben einträgliche Geschäft wirklich so weiterführen? Schneider führt es weiter. Er schreibt unseren Kindern Unglaubliches: Gewisse Sünder kämen nach einem Richterspruch Jesu in das ewige Feuer. Das mit der Feuerfolter sei eine „verstörende Botschaft“. Doch man darf unsere Kleinen nicht mit derartigen Folterandrohungen „verstören“. Das ist strafbare Körperverletzung. So schrieb ich bezüglich Schneider ebenfalls eine Strafanzeige. Ohne Erfolg. Kirche darf als Körperschaft öffentlichen Rechtes Kinder krank machen. Insofern haben wir einen Gottesstaat.

Zur Geschichte des Sacco-Syndroms: Die von Käßmann beschriebene Krankheit, das Sacco-Syndrom, ist natürlich uralt. Ödipus ist hier unser Vorzeigepatient. Er hatte zu  keiner Zeit  Kastrationsangst. Freud ist von mir an dieser Stelle widerlegt. Ödipus hatte Gottangst. Nie hatte der Vater ihm mit Kastration gedroht, denn schon als Baby ließ ihn sein  Vater im Wald aussetzen - den Wildtieren zum Fraß. Ödipus  fürchtete im Gegenteil, ein Gott Namens Zeus würde ihn wegen des Inzestes mit der Mutter in eine ewige Verdammnis schicken. Jetzt bin ich „gottverhasst“ den Göttern, rief er aus. Ödipus therapierte seine angst-bedingte Depression über einen Masochismus erfolgreich: Er stach sich beide Augen aus. Sofort war er durch dieses Buß-Opfer an den vermeintlich existierenden Zeus geheilt. Mit Kusshand sollen ihn nach der Sage die Rachegöttinnen aufgenommen haben, anstatt ihn standesgemäß ordentlich zu foltern. Auch der "Sünder" Prometheus litt heftig unter Angst vor dem Hades. Der Arzt Chiron heilt ihn. 

Symptome im Sacco-Syndrom: Etliche psychiatrische "Krankheiten" sind lediglich Symptome und oft genug Symptome eines Sacco-Syndroms. Es tritt in vielfältiger Symptomatik auf. Seelisch missbrauchte Kinder werden unaufmerksam (ADS/AHDS) oder schweigsam (Autismus-Spektrum-Störungen). Wieder andere Patienten „retten“ sich in Süchte, Zwänge oder Schizophrenien.  Wahn und Halluzinationen sind oft nur verzweifelte  Selbstheilungsversuche, denn nichts ist psychisch härter zu ertragen als eine religionsbedingte Depression mit ihrer anerkannt größten Angst des Menschen. Die allermeisten Religionen vergiften normale Sexualität. So wird sie zur Erkrankung. Dem Thema ist eine ganze Kategorie gewidmet.

Das Versagen der Psychiatrie: Mit meinen Arbeiten über das Sacco-Syndrom mache ich auch zum Leidwesen meiner Niedersächsischen Ärztekammer auf den größten Kunstfehler in der neueren Geschichte der Psychiatrie aufmerksam. Die etablierte Psychiatrie weiß zwar um die heute  „durch alle Ritzen“ kommenden Erkrankten, die Gesundheitsschäden durch religiös bedingte Ängste aufweisen. Doch nach einem Artikel in der Die Zeit (vom 31.3.2010) überweist sie (nach der Chef-Analytikerin und Freud-Nachfolgerin Prof. Leuzinger – Bohleber) diese Erkrankten zur „Behandlung“ zu den Geistlichen. Im Beisein der Analytikerin stellt Pfarrer Johannes zu Eltz die fatale Fehldiagnose bei Sacco-Kranken: „Von Teufel besessen“ seien sie.  Diese Diagnose ist für die Betroffenen äußerst unbekömmlich. Sie führt zu Verschlechterungen bis hin zu Exorzismen und Suiziden. Die Abschiebung Schwerkranker zu den Verursachern der Erkrankung ist ein Skandal. Hier sind Chronifizierung und Verschlimmerung der Leiden bis hin zum Suizid vorgezeichnet. Wir Internisten schicken alkoholkranke Patienten ja auch nicht in die nächste Schänke - und Diabetiker nicht in die nächste Konditorei.     

Prof. Diefenbacher, Berlin, streitet im Rahmen eines Kongresses ab, dass es ein Sacco-Syndrom überhaupt gibt. Die reine "Imagination" der Hölle, also über Bilder, und Predigten könne nicht krank machen. Das könne nur geschehen durch das "wirkliche Erleben" der Hölle. Diese von mir als die "Berliner Psychiater-These" benannte These  ist schon alleine durch die Definition der PTBS widerlegt.

Die Psychiatrie tat sich mit der Niedersächsischen Ärztekammer und der Approbationsbehörde NiZzA in dem Versuch zusammen, mich als eine drohende Gefahr für Patienten darzustellen. Da scheute man nicht vor krimineller Herangehensweise zurück. Man entzog mir diverse Persönlichkeitsrechte, u.a. die auf eine körperliche Unversehrtheit. Doch man scheiterte 2022 nach 13 Jahren Mobbings am Verwaltungsgericht Lüneburg. 

Zur Therapie beim Sacco-Syndrom:

Nach Eugen Drewermann bewirken die Kirchen über ihre harten Dogmen „Krankheit und Wahnsinn“. Er schreibt mir: „Ich denke wie Sie“. Der Analytiker Tilmann Moser schreibt im Buch „Gottesvergiftung“ von Millionen derart geschädigter Kinder. Es ist für uns alle an der Zeit, hier aufklärerisch zu wirken. Die ehemalige Vizepräsidentin der BÄK weist uns da einen möglichen und wichtigen  Weg: Den - evtl. auch vorläufigen - Kirchenaustritt.

Die Ecclesio-Adversativen Therapie, die EAT, ist eine begleitende Gesprächstherapie. Sie wird als Gegenkraft zu Kommunion und Konfirmation eingesetzt. Der EA-Therapeut setzt im Fall einer Vermutung von Zusammenhängen voraus, dass ein Jenseitsglaube im Verbund mit dortigen Strafen im Zentrum des kollektiven Unbewussten beim Klienten vorhanden ist. Eine Analyse in dem Sinn, wann und wo die kirchliche bzw. religiöse Schädigung stattfand, ist in der EAT entbehrlich. Der Versuch kann allerdings therapiebegleitend erfolgen. Alles was vor dem oft so entscheidenden 3. oder 4. Lebensjahr geschah, kann in einer Analyse sowieso nicht erinnert werden.
Die EAT zeigt die Vergehen der Kirchen an Kindern und damit am Erkrankten bis ins Detail auf. Dem Patient wird nun augenscheinlich, er gehörte zu den Kindern, die es nicht vertragen, wenn man ihnen an § 241 („Bedrohung“) und § 19 StGB (Schuldunfähigkeit von Kindern) vorbei eine ewige Hölle androht und Schuld an einem Kreuzestod ausspricht. Pech hat er gehabt. Er ist Opfer und er muss das wissen! Unrecht ist ihm getan! Seelische Gewalterfahrung hat er hinter sich. Ein zorniger Feuergott wurde ihm ebenso eingeredet wie eine „Moral“ göttlicher Rache.
„Benötigt“ der Patient ein irgendwie geartetes Gottesbild, kann ihm entsprechend Hilfe angeboten werden. Eine Möglichkeit besteht hier in der Abkehr vom bestehenden dichotomen Gottesbild zu einem Gott nicht außerhalb unseres Selbst sondern in ihm, in uns.

Zur Prophylaxe des Syndroms: 

Sie besteht in einem neuen Gottesbild. Der Benediktinermönch Meinrad Dufner stellt es uns vor. Ein strafender Gott gehört in die Vergangenheit. Wie soll auch der Täter des Verbrechens  Sintflut jemanden strafen können? Sinnvoll zur Prophylaxe ist ein Boykott christlicher Kindergärten und der Kirchen. Die ehemalige Vizepräsidentin der BÄK Gussmann, Name geändert, trat wegen der "Grausamkeiten" aus der katholischen Kirche aus. Für Ängstliche: Nach einem solchen "Austritt" verbleibt man aber in der Kirche: Die Taufe  ist nicht rückgängig zu machen. Man bleibt Laienpriester.

 

Das Sacco-Syndrom bei KI  (Abrufung Jan. 2026)

Das Sacco-Syndrom ist ein Begriff, der von dem Internisten und Psychotherapeuten Frank Sacco geprägt wurde, um Erkrankungen zu beschreiben, die durch religiöse Ängste und traumatische religiöse Erfahrungen entstehen. Es handelt sich dabei um den Versuch, den Komplex der "ecclesiogenen Neurose" (kirchenbedingte Neurose) neu in der Medizin zu etablieren und zu erweitern.

Kernmerkmale des Sacco-Syndroms sind:

  • Religiöse Ängste: Diese können tief existenzielle "Gottängste" umfassen, oft verbunden mit Vorstellungen von Hölle, Bestrafung und Schuld.
  • Kirchenbedingte Belastungen: Der Begriff legt den Fokus auf psychische Erkrankungen, die durch die Indoktrination oder Erfahrungen in fundamentalistischen Religionsgemeinschaften ausgelöst werden können.
  • Breites Spektrum von Symptomen: Es wird angenommen, dass sich das Sacco-Syndrom nicht nur in Neurosen äußert, sondern auch in Depressionen, Psychosen, ADHS, Zwangs- und Suchtkrankheiten. Symptome können auch kognitive Verzögerungen, emotionale Störungen (Aggression, Trauer, Panik) und soziale Entfremdung umfassen.
  • Mögliche Auslöser: Neben der Indoktrination können auch der Zusammenbruch von Denk- und Glaubenssystemen, die Enttäuschung über religiöse Vorstellungen und der Verlust sozialer Strukturen im religiösen Umfeld eine Rolle spielen.

Frank Sacco argumentiert, dass diese tief verdrängten religiösen Ängste oft die eigentliche Ursache für psychische Probleme, bis hin zum Suizid, sein können. Er schlägt für die Behandlung eine spezielle Gesprächstherapie vor.

Es ist wichtig zu beachten, dass das "Sacco-Syndrom" in der etablierten medizinischen und psychiatrischen Fachwelt nicht allgemein als eigenständige Diagnose anerkannt ist, obwohl es Diskussionen und Überlegungen zur Aufnahme von "Gottphobie" oder "Gottangst" in Klassifikationssysteme wie die ICD-10 gab. Der Begriff wird hauptsächlich von Frank Sacco und seinen Anhängern verwendet, um das Thema der religionsbedingten psychischen Erkrankungen zu beleuchten. In der Forschung werden ähnliche Phänomene eher unter dem Begriff "Religious Trauma Syndrome" (Religiöses Trauma-Syndrom) diskutiert.