Pädophilie, Pädosexualität, Homopädosexualität

Etwas ausführlicher über Sexualität als hier lesen Sie in meinem Buch:
Über die Ursachen von Liebe zu Kindern (Pädophilie) und ihr eventuelles Ausleben in einer Sexualbeziehung (Pädosexualität) nachzudenken, gilt hier noch nicht (wie bei der Homosexualität) als verpönt. In den sechziger Jahren gab es sogar Bestrebungen bei den Grünen, Sex mit Kindern als normal einzustufen. Auch die sexuelle Orientierung Pädophilie als Krankheit einzustufen, ist nicht durch einen Ärztetag verboten. Man sieht aber geradezu verächtlich auf Männer herab, die zugeben, dass nur Bilder schlaffer oder gar erigierter Knabenpenisse sie sexuell erregen können. Angesichts einer Vagina resultiert bei ihnen Ekel. Ekel ist meist ein Schutz vor dem Aufkommen von Angst. Und die führt zu einer relativen Impotenz. Eine Erektion kann in Zuständen von Angst kaum stattfinden. Die homosexuelle Szene empfindet eine Abneigung, die Verbindung Homosexualität (=keine Erkrankung) zur Homopädosexualität (Erkrankung) zu ziehen. Man negiert daher einen Zusammenhang, den es natürlich – eben durch eine identische Ursache – im Einzelfall gibt. Der homosexuelle Psychologe Hans Blüher schreibt uns aus Erfahrung, dass männliche Homosexuelle („wie Sokates und Platon“) Jugendliche, d. h. Unmündige, bevorzugen. Ein kindlicher Penis wirkt halt unschuldiger (unsündiger) als ein ausgewachsenes Glied. Diskriminieren sollte eine Gesellschaft ihre Pädophilen nicht. Sie sind krank, wenn sie unter der Sache leiden oder andere leidend machen. Und, wie wir sehen werden, produziert die Gesellschaft sie. Mir schrieb ein ca. 50-jähriger Mann, er habe noch nie Sex gehabt, auch noch nie onaniert, und er leide angeblich nicht darunter. Auch das ist – wenn kein Leiden da ist – nicht krankhaft.
Insbesondere gilt das Diskriminierungsverbot für eine Gesellschaft, deren männlicher Teil serienweise in Bordellen auftaucht und die durch falsche Toleranz der wirklichen Ursachen von Paraphilie, eben durch Toleranz der Grausamkeiten ihrer Kirchen, auffällt. Die sog. Paraphilie ist so ungefähr alles, was nicht typisch hetero ist. Man sollte sachlich über diese Dinge diskutieren. Pädophilie über Ursachenforschung zu verhindern ist nützlicher, als sie in jeder Form zu diskriminieren. Auch Pädosexualität lässt sich in einer EAT und mit einer begleitenden Verhaltenstherapie behandeln. Eine ekklesiogene Angst vor der Vagina lässt sich mit Glück und Wissen beheben. Da es kein KZ Hölle gibt, in das man bei „sündigem“ Verkehr mit einer Vagina kommt, da es keinen Gott gibt, der nach Auschwitz einen Gefallen an einem KZ hat, ist auch die Angst davor unnötig.
Pädosexualität ist insofern nicht „normal“, als dass sie Paraphilie ist. Sie steht damit gegen ein Naturgesetz: Geschlechtsverkehr in der belebten Natur soll Nachkommenschaft sichern. Das Sperma soll pünktlich zur Eizelle. Und eigentlich nur deshalb gibt es Libido, diesen vorwiegend hormongesteuerten Wunsch also nach Vergnügen beim Sex. Kein Tier, außer eventuell dem Mensch, denkt beim Verkehr übrigens ans Kinderkriegen und Dinge wie Verhütung. Auch der Gedanke an Sünde kommt beim Tier nicht auf. Sie haben ja keine Geistlichen. Alle, auch normalerweise wir vom Stamm des der Homo sapiens, wollen vorwiegend eines: Lustgewinn. Und der steht uns in einer überwiegend traurigen Welt auch zu.
Nur den Menschen hat der Klerus irgendwann dazu verdammt, beim Sex nicht an Lust, sondern rein an Zeugung und Nachkommensicherung zu denken – und Lust als Sünde aufzufassen. Überhaupt ist jede Sünde nur eine Erfindung. Sie ist die Überhöhung einer Schuld ins Transzendentale – und oft ins Unermessliche. Auch ihre Bestrafung ist unermesslich und erfolgt „von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Gibt es so etwas wie Instinkt beim Menschen, Es mit einem gegengeschlechtlichen Partner zu machen? Ich glaube: Ja. Bei später Homosexuellen wurde entdeckt, dass der erste und damit so wichtige Sexualkontakt im Alter von ca. 3 oder 4 Jahren sogar öfter heterosexuell ist, als bei später heterosexuell Tätigen. Man wird eben nicht immer als Homo geboren. So etwas wie Instinkt führt den kleinen Jungen erst einmal zum kleinen Mädchen. Erst wenn dieser Kontakt durch Fremdeinwirkung als Katastrophe bzw. als Sünde empfunden wird, lässt man eine Vagina, und das oft endgültig, in Ruhe. „Sicher biologisch festgelegt“, wie geschrieben in der „Die Zeit“, 8.5.14, S. 58, ist die Angelegenheit Paraphilie also nicht. Das ist reines Wunschdenken Einzelner und hat mit Wissenschaft nicht zu tun. Was heißt das überhaupt, dieses „biologisch festgelegt“? Wo sind die Beweise für diese Behauptung?
Auch die Onanie ist in diesem Sinn nicht „normal“, als dass sie nicht einer instinktiven Zeugung dient. Auch sie ist im Prinzip nur eine Ersatzhandlung für den Fall, dass richtiger Sex nicht bekannt, nicht möglich, zu früh, verboten, oder gerade nicht erwünscht ist. Früher, ich arbeitete in der Urologie, sah man schwere Penisverletzungen durch einen Staubsauger namens Kobold. Nun, das Gerät wurde nach ärztlicher Intervention mit Erfolg vom Werk umkonstruiert und ist als Sexualpartner heute als wesentlich harmloser. Onanie gab es übrigens im alten Rom bei der Führungsschicht in dem Ausmaß nicht. Warum? Es standen immer genügend Sklavinnen zur Verfügung. Andere Länder, andere Sitten. Andere Zeiten, andere Sitten. Bessere Staubsauger, weniger Gefahr, gesündere Penisse. Die Onanie wurde übrigens 1974 wieder erneut zur Todsünde erklärt. Gott wolle sie nicht, so der Klerus. Sie kann aber gar keine Sünde sein, hat Jesus doch als normaler Junge sicher auch onaniert. Keiner kann diesem Reiz ja widerstehen. Wer aber meint, Jesus sei kein normaler Junge gewesen, versündigt der sich nicht? Die Definition des Normalen, das merken wir hier, ist der Psychiatrie noch nicht geglückt. Unterwassersex im Plöner See ist für uns nicht normal – für Forellen ja.
Die häufigeste Ursache einer Pädophilie ist m. E. identisch mit der einer unechten Homophilie, siehe unter http://www.frank-sacco.de/homosexualität-ursachen/. Es ist eine kirchenbedingte (ekklesiogene) oder – allerdings seltener – eine sonstige Angst. Wir sprechen von einer Hemmungspädophilie, wenn der Weg zum heterosexuellen Liebesobjekt zwar ursprünglich erwünscht, aber gehemmt wurde. Sex mit einer ausgewachsenen Vagina oder einem erwachsenen Penis führt bei verkehrter oder auch nur ungeschickter Durchführung in die Hölle, so das Dogma der katholischen Kirche noch heute. Wer nicht glaubt, dass an die Hölle überhaupt noch jemand glaubt, ist unsere Psychiatrie. Die Frage ist auch schwierig zu beantworten: Dieser Glaube ist ja tief verdrängt. Wer normalen Sex am rigidesten hemmt, sind die Amtskirchen. Fragen Sie Herrn Müller in Rom, den harten Hüter der kirchlich erlaubten Sexsitten, der mir wie der Vormund Gottes vorkommt. Er diktiert Gott, was dieser als Sünde und Nichtsünde zu betrachten hat – und wer in den ewigen Kochtopf muss. Frau Prof. Uta Ranke-Heinemann hat ein ebenso dickes wie herrliches Buch darüber geschrieben: „Eunuchen für das Himmelreich.“ Man entzog ihr wegen ihrer so richtigen und klaren Worte 1987 die Lehrerlaubnis an der Uni. Arbeit weg, Rente weg. Wir haben halt einen Kirchen- bzw. einen Gottesstaat. Eugen Drewermann schildert u.a. einen Priester, der sich ernsthaft den Penis entfernen will, damit er nicht in Bibel-Jesu Hölle muss. Sein sehr schlüssiger Gedanke: Ohne Penis kein Sex, ohne Sex keine Höllenstrafe. Das Beispiel zeigt schön, dass Kindheitsängste, die kirchlich verursacht sind, zu Erwachsenenängsten werden und wie groß die Rolle religiöser Ängste heute ist. So wenig die Dogmen der Kirchen in unserem modernen Bewusstsein eine Rolle spielen, so sehr dominieren sie uns im Unbewussten. C.G. Jung hat uns diese Diskrepanz gelehrt. Einzelne Psychiater ahnen aber: In Jesu Hölle liegen noch versunkene Schätze – bzw: Sie lagen in den Abgründen der Psyche. Heben musste sie allerdings ein Internist.
Höllenangst in der heutigen Zeit? Natürlich. Am 24. 4. 2014 bittet eine Stimme auf K-TV ihren Jesus: „Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle“, während auf ERFN kath die so lieb ausschauende alte Nonne Angelika unseren erschrockenen Kindern predigt: „Der Himmel ist nicht einfach zu haben, nur die Hölle.“ Nun, K-TV habe ich schon wegen dieser Kindesmisshandlung angezeigt. Die herzlose Höllennonne lasse ich für meine Leser übrig. Goethe zu Falk: „Das gefährlichste aller Bücher… ist doch wohl unstreitig die Bibel.“ Schade nur, dass unsere heutigen Psychiater, eben weil sie zugegeben nicht mehr transzendental denken, das nicht mehr wissen können. Sie wissen nicht um die aktuelle Gefahr der christlichen Religion und sie wollen es nicht wissen. Will man sie eines Besseren belehren, greifen sie auch einmal zu illegalen Mitteln. Und eine Ärztekammer hilft ihnen dabei. In Bergen bei Bergen – Belsen, wurde im Edeka-Center-Cafe ein Büchlein verteilt: „Wie wird es in der Hölle sein?“ Der Inhalt: Unter Hitler habe es noch „Trost“ gegeben. In der Hölle sei man aber froh um „jedes nicht brennende Körperteil“. Das passt zm KZ Bergen – Belsen.
Da nahezu alle Formen von Sex Sünde sind und Gott nicht gefallen sollen, spielt Sexualität auch so eine große Rolle bei psychischen Erkrankungen. Mit nichts kommt man so schnell in den Kochtopf des Bibel-Jesus als durch Sex und ein mögliches Lustgefühl beim Sex. Meist sind diese Ängste aber, was ihre Ursache betrifft, nicht von den Betroffenen einzuordnen.
Die Psychiatrie spricht dann abschließend von der Angst vor der Angst. Die gibt es aber gar nicht. Da fängt die Suche nach der wirklichen Angst-Ursache erst an. Mit dem Schlagwort Angst vor der Angst gibt die Psychiatrie ihre analytische Kapitulation zu und stellt ihr Denken ein. Die Nachfolgerin Sigmund Freuds, Prof. Leutzinger-Bohleber gibt zu: Die Psychiatrie denkt nicht über Transzendentales und damit Religiöses nach. Warum nicht? Sie wird Angst haben, Religions- und damit Gottkritik äußern zu müssen. Eine andere Erklärung gibt es nicht. So schickt die Nachfolgerin Freuds Patienten mit religiösen Ängsten zwecks „Behandlung“ zum Klerus, wohl wissend, dass man dort eine Fehldiagnose stellt: „Vom Teufel besessen“ seien diese psychisch Kranken. Über diese Angst schrieb ich ein Buch: Die Neurose der Psychiatrie. Das Buch existiert auch in englischer Übersetzung: The Freudian Fallacy, s. dort: http://www.frank-sacco.de/die-kostenfreien-bücher-hier-online/the-freudian-fallacy/ .
Die frühkindliche normale Hetero-Sexualität wird bei später Pädophilen, so meine Arbeitshypothese, mit Gewalt und Gewaltandrohung unterbunden. Dem männlichen Kind wurde einleuchtend gemacht, dass man nicht in den Himmel kommt, wenn man mit 3 schon Sex mit der kleinen Lisa von nebenan hat. Man kommt dann halt woanders hin. Man verbringt die Ewigkeit woanders. Erzbischof Becker zitiert mit Bedacht Zweijährige (!) schriftlich in seien Haupt(!)-Gottesdienst. Sie sollen sich den Hobbykoch Jesus am Kochtopf stehend im Margarentenaltar ansehen und so schon einmal ihr mögliches Schicksal, nämlich ihr Dauergekochtwerden, verinnerlichen. Und das funktioniert. Becker wurde von mir, weil es eben funktioniert, nach Abmahnung wegen Kindesmisshandlung angezeigt. Kinder glauben alles, was sie in Gotteshäusern vorgesetzt bekommen, so ein Superintendent zu mir. Auch Papst Benedikt weiß: Seinen Kinderglauben behält man. Darum wurden auch die Kinder Würzburgs im Jahr 2010 so religionskrank wie nirgendwo auf der Erde, siehe dort: http://www.frank-sacco.de/ads-in-würzburg/ . Als Hochintelligenter weiß Becker, wie man Menschen manipuliert: Man macht ihnen als Zweijährigen Angst vor Folter und kann sie so ein Leben lang so lenken, wie es gefällt. Kinder glauben auch an einen vor Rachegelüsten völlig verrückt gewordenen Rache-Jesus, der seine Hölle, so der Vatikan im Jahr 2000, heute schon so grausam betreibe, dass man beim alleinigen Anschauen der Foltern schon „vor Entsetzen“, wie es heißt, sterben könne. Das berichtet uns die Heilige Faustine, die in der Hölle war und bei den Foltern zugeschaut hat. In meinen Augen lügt die Heilige.
Also wendet man sich als klerikal pädophil Gemachter, als zwangsweise Umgepolter, einer „unschuldigen“ und von keiner Schambehaarung mit Angst oder Ekel besetzter Kindervagina oder einem unschuldigen Knabenpenis zu. Nur da wird keine (unbewusste) Angst vom Erwachsenen erlebt. Nur da kann eine Erektion erfolgen.
Nur da ist der Mann, der sich in Konfrontation mit einer Erwachsenenvagina als „blamabel“ impotent erweist, potent. Frühkindliche Heterosexualität kann evtl. auch durch etwas anderes gestört sein, als durch Angst. Öfters beobachtet man bei Pädophilen einen „geistigen Defekt“, wie Dr. Magnus Hirschfeld es ausdrückt. Ein Beispiel ist die Störung der Sprachentwicklung, z.B. ein Stottern. Der geistig hirnorganisch Defekte wird als Kind von seinen Spiel- oder Schulkameradinnen eher gemieden und es steht ihm daher nur eine andere Sexualität zur Verfügung. Nicht der geistige Defekt führt also in direkter Kausalität zur Pädophilie, sondern möglicher Weise die aus der Behinderung sich ergebene sexuelle Schwierigkeit, der sexuelle Mangel. Pädophilie ist und bleibt Ersatz für Heterosex. Es ist ähnlich wie beim Nordik Walking. Das schnelle Gehen macht nicht, was man vermuten könnte, dick. Es tun halt nur eben vermehrt Dicke, die abnehmen wollen und fürs Joggen einfach zu schwer sind. Man darf nicht, wie es die Psychiatrie allzu gern macht, das Symptom mit der Ursache von Anomalien oder Erkrankungen verwechseln. Das Symptom, also in diesem Fall das Schnellgehen, ist nicht die Ursache einer Adipositas, sondern nur eines der vielen Symptome bei Adipositas. Ein geistiger Defekt ist nicht automatisch die Ursache für Pädophilie, sondern nur ein Symptom, das Heterosex nicht ermöglicht und daher zur Ersatzhandlung Pädophilie hinführt.
Hirschfeld, der Einstein des Sex, gibt auch ein „sexuell Ausgehungertsein“ als Grund für Pädophilie an. Zum Hunger nach Para-Sex kommt es aber nur, wenn es an normaler Sexualität aus irgendeinem Grund mangelt, wenn Normalität also nicht sein kann (bei Erkrankungen, in Gefängnissen), oder nicht sein darf, weil sie klerikal als Sünde oder gar höllenpflichtige Todsünde eingestuft wird.
Was sagen nun die heutigen „Spezialisten“ zur Ursache von Pädophilie? Schauen wir ins Buch „Sexuelle Störungen und ihre Behandlung“, Hrsg. Volkmar Sigusch, Thieme. Es klingt wie ein Witz. Man ist noch vollständig in der Bedeutung einer „Kastrationsangst“ befangen (Seite 37, Autorin Ulrike Schmauch), die als „Abwehr früher Ängste“ (S. 266, Autor Nikolaus Becker) Pädophilie bedingen soll. Gemeint sind Kastrationsängste. Der Text: „In den perversen Praktiken wird der Abstand zum Objekt erwachsene Frau vergrößert und die genitale Sexualität, der Koitus, vermieden. In ritualisiertem Spiel wird die Kastration aufgehoben…“
Allerhöchstens aber in Gesellschaften, wo Beschneidungen üblich sind, ist diese Angst überhaupt einigermaßen flächendeckend denkbar. Und doch war schon Freuds Kastrationsangst Höllenangst, wie wir überhaupt den leidigen Begriff Kastrationsangst durch Höllenangst in aller Regel ersetzen müssen. Der Mitentwickler der Psychoanalyse hatte mit seinem Kernsatz „Religion ist Wahn“ Jahwe, seinen Kindheitsgott, „ermordet“. Damit verstieß er gegen die ersten zwei Gebote und beging die größte für einen Juden überhaupt denkbare „Sünde“.
Wenn das Gespräch auf einen Gottesmord kam, fiel Freud daher folgerichtig und in Regelmäßigkeit in Ohnmacht, während er über Kastrationsangst stundenlang debattieren konnte, ohne sich der Realität durch eine hysterische Ohnmacht entziehen zu müssen. Nur vor der „schwarzen Schlammflut des Okkultismus“, wozu zweifelsfrei das Juden-Christentum gehört, hatte Freud Angst bis hin zur Panik. Bisher wusste man nur, Freud hatte eine „Leiche im Keller“. Dass es Jahwe war, diese Leiche, musste erst ein Internist für die Psychiater entdecken.
Dass alle Psychiatriesstudenten im 4. Semester erleichtert mit dem Kopf nicken, wenn sie den Kernsatz Freuds hören, führt dazu, dass sie alle in einer klassischen Übertragung Mörder an ihrem Kindheitsgott werden, denn Jahwe und der Christengott sind im Alten Testament identisch. Sie driften erst später auseinander: Der eine wird in einem asexuellen Zeugungsakt Vater, der andere bleibt kinderlos, so der bekannte Mythos. Freud war im Oberflächenbewusstsein der Meinung, Kastrationsangst sei die größte Angst jedes (!) Knaben. Ein kardinaler und bis heute folgenschwerer Fehler. Was ist schon der kleine vergängliche Schmerz bei einer Kastration gegen den Dauerschmerz in Bibel-Jesu Kochtopf? Die Neurose Freuds wurde also in den Hörsälen der Universitäten zur Neurose der Psychiatrie, über die ich das oben bereits erwähnte Buch schrieb. Immerhin: Freud hatte natürlich eine Ahnung von der wirklichen Ursache psychischer Erkrankungen. Schon an anderer Stelle habe ich sie die „Freud’sche Ahnung“ genannt. So spricht er einmal in Bezug auf kindliche Onanie von der „aktiv sündigenden Hand“, also immerhin von dem klerikal erfundenen Begriff der Sünde, dieser ins transzendental Unermessliche überhöhte Schuld. Das Über-Ich sei oft so überaus sadistisch, so Freud, dass noch gewalttätige Strukturen am Werk sein müssten als die Eltern. Dass Gott dieser Sadist ist, darauf kam Freud nicht. Da er sich selbst im Unbewussten als „Sünder“, ja wohl gar als größter Sünder einstufte, war das Thema „sündigende Hand“ für Freud schon ein großer Schritt. Direkt von Hölle, also der Strafe für ungebeichtete Sünde, spricht der Analytiker aber nahezu nie. Die Psychiatrie fühlt sich, analytisch gesehen, als Mörderin Gottes sündig. Sie verstummt daher auf religiösem Gebiet nahezu autistisch.
Würde man als Psychiater im therapeutischen Gespräch religiöse Themen aufgreifen, würde man irgendwann zu einer Bibel- und damit Gottkritik gezwungen – und damit erneut morden, erneut Gott morden. Die Übertragung in Form eines Kopfnickens passiert also in Sekundenschnelle. Das ist interessant, aber von Evas Apfelbiss her bekannt. Und der liebe Gott sieht das Kopfnicken im Hörsaal, weil er alles sieht, sogar die Vorgänge unter der ehelichen Bettdecke. „Reservierte Umarmung“ (siehe Internet!) als saver Sex in der Ehe wird nicht mit Hölle bestraft, ein zu tiefes vaginales Eindringen des Ehe-Partners aber schon, denn die Vagina ist für die Kirche schon die Pforte zur Hölle. Das zu tiefe Eindringen könnte ja mit Lust und Erregung zu tun haben.
Der Gott meiner Kirche hat also allerhand zu tun – auch und besonders nachts. Zu der Zeit ist er mit dem heiligen Zollstock unterwegs und mit dem erklärten Ziel, Vaginen nach ihrer individuellen Tiefe auszuloten und sie in Relation zu der Länge des jeweiligen Penis zu beurteilen. Er muss dies tun, um in seinem Urteil Hölle oder nicht Hölle, einigermaßen sicher zu sein. So kann man es als Gott auch entsetzlich schwer haben. Doch: Mir tut ein derart sich blamierender Gott nur leid. In Wirklichkeit ist es aber die katholische Kirche, die ihren Gott blamiert. Diesen kleinen Unterschied sollte man als mein Leser beachten.
Das Problem bei der völlig verstehbaren und durchaus zu entschuldigenden Angst der Psychiatrie: Höllenangst ist gerade auch die Angst der Psychiatrieinsassen, die aber von Therapeuten „behandelt“ werden, die wegen des gleichen Problems ihnen gegenüber in Ohnmacht sprachlos sind. Statt zu Gesprächen greift man also aus verdrängter Angst als Psychiater zu persönlichkeitsumformenden Neuroleptika. Anstatt meine Argumentation überhaupt wahrzunehmen, erklärt man mich in irrationaler Abwehr in einem gesetzeswidrigen Eilverfahren für paranoid. Nur zu einem „Gespräch“ eingeladen, erklärte man mir den Sinn des „Gespräches“: Ich sollte von zwei Fachkräften ad hoc psychiatrisch untersucht werden. Eingangs erklärte mir der Psychiater, ich solle auf Wahn hin untersucht werden. Er antwortete auf meine Frage hin, was seine Vermutung begründe, ich hätte die Kirche angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Hannover habe ja „gar nicht gewusst“, was sie mir habe antworten sollen. Ein Stück also aus dem Ohnesorge-Theater. Man ging tatsächlich bis zur Körperverletzung.
Der Berliner Sexualmediziner Klaus Michael Beier äußert, bisher gäbe es keine Erklärung, „wie pädophile Neigung entsteht“. Nun, hier ist sie, diese Erklärung. Beier postuliert u.a. „psychosoziale Einflussfaktoren“. Also immerhin und endlich etwas mit Psyche – und nicht mit Genen. Gene haben zum Leidwesen der Psychiater keine eigenständige Agenda. Da männliche Homosexualität und männliche Pädophile eine identische Ursache haben können, nämlich die unbewusste Angst vor einer ausgewachsenen Vagina, kommen beide „Anomalien“ auch verstärkt kombiniert vor. Man liebt als Mann oft einen Knaben. Das nennt sich dann Homopädophilie. Das ist „unschuldige“ Knabenliebe, denn ein Knabenpenis sieht unschuldiger bzw. besser „unsündiger“ aus als der eines Erwachsenen. Der schaut niedlich aus der Wäsche, ein ausgewachsener Penis hingegen kann je nach dem Stand seiner Durchblutung doch schon recht bedrohliche Formen annehmen und Angst machen: Angst vor körperlicher Verletzung und Angst vor Sünde bei einem Umgang mit ihm. Darum ist das öffentliche zur Schau stellen seines wichtigsten Körperteiles dem deutschen Manne auch nicht überall und jederzeit gestattet und unter Strafe gestellt. Das gemeinsame Vorkommen von Homophilie und Pädophilie bei sehr Gläubigen stellt die in den letzten Wochen aufgekommene Theorie einer Vererbung von Homosexualität doch sehr infrage und beweist nahezu den Zusammenhang von Glauben (und damit religiöser Angst) und Paraphilie.
Was im Tierreich bei 1500 Tierarten an Homosexualität vorkommt, ist keine homosexuelle Identität, wobei hier Identität eine grundsätzliche und lebenslange „freiwillige“ Orientierung bedeutet. Es ist im Tierreich Machtgehabe, wahlloser sexueller Genuss oder ein Irrtum über eine Saison. Homosexuelle Identität gibt es damit nur bei Wesen, die religiös glauben und klerikal glaubenskrank gemacht sind. So meine These. Recht objektiv und professionell geht der Verhaltensforscher Paul Vasey von der Universität Lethbridge, Kanada, mit dem Thema um in seinem Buch „Homosexual Behavior in Animals: An evolutionary Perspective“. Nur bei einer Handvoll Tiere komme Homosexualität so häufig vor wie beim Menschen, das seien aber lediglich homosexuelle Verhaltensweisen und nicht „sexuelle Identitäten“ wie beim Homo Sapiens.
Lässt sich Pädophilie wegtherapieren? Im Prinzip schon. Wenn man die Angst vor einer Erwachsenenvagina und damit den Ekel davor zum Beispiel in einer EAT therapiert, siehe dort:http://www.frank-sacco.de/die-kostenfreien-bücher-hier-online/das-sacco-syndrom/die-eat-ekklesio-adversative-therapie/. Ekel ist eine schützende Empfindung, die vor der dahinter tief verborgen liegenden Angst schützt. Ekel ist Schutz vor Angst. Wenn es diese Angst, die Angst vor göttlicher Strafe, dann nicht mehr gibt, dann, und erst dann kann man eine Verhaltenstherapie beginnen. Man steigert langsam die Annäherung an das Hohlorgan Erwachsenen-Vagina, um es einmal fachlich – hölzern auszudrücken. Im Prinzip geht das auch bei Homosexuellen, die den ausdrücklichen Wunsch nach Heterosexualität äußern, weil sie beispielsweise eine Frau lieben, vom Kopf her lieben oder weil sie bisexuell sind und sich bei Heterosex etwas sehr unwohl fühlen. Wenn sie also beinahe so etwas wie Ekel oder gar Angst empfinden.
Kurz zum Exhibitionismus als dem zur Schau stellen des eigenen erigierten Penis. Auch das ist Flucht in Ersatzsexualität. Der Kranke hält sein Organ für sehenswert und für ein tolles Ausstellungsstück. Oder der Schwanz soll Angst einflößen, skandalös und bedrohlich wirken. Insgeheim fürchtet er aber den realen Einsatz des Penis in einer Vagina, weil er unbewusst die Hölle fürchtet. Wir sprechen hier ja von Tiefenpsychologie. In die Flucht schlägt man den Exhibitionist als Frau also, wenn man ihm den von ihm so gefürchteten Geschlechtsverkehr offen anbietet. Aber Vorsicht. Man sollte als solche Frau schon flink auf den Beinen sein. Der Exhibitionist kann nämlich theoretisch auch in dem Sinne bisexuell sein, als dass er ein kleines bisschen auch heterosexuell ist. Vorsicht ist also die Mutter nicht nur der Porzellankiste, und auch der Vagina.
Mehr Hoffnung setze ich bei der Pädophilie allerdings auf die Prophylaxe. Wenn es der Bevölkerung über Angstabbau gelingt, ihre Kirchen insoweit in den Griff zu bekommen, dass Kleriker Sexualität auch in ihrer frühkindlichen Art der Doktorspiele nicht mehr verdammen und verhöllen, wird sich angstfreie Heterosexualität stärker etablieren. Wir Heteros können nämlich froh sein, dass unsere Kirche es nicht schaffte, uns sexuell umzupolen. Da haben wir einfach Glück gehabt. Und doch: Die Kirche macht auch die Heterosexualität in vieler Hinsicht schlecht und besetzt sie mit ekklesiogenen Ängsten. So können sich etliche Frauen in der Horizontalen nicht entspannen. Sie sind verkrampft und geben für ihr Verkrampft sein sich die Schuld – statt ihrer Kirche. Man kann selbst im kuscheligen Ehebett Sex nicht „frohen Herzens genießen“, selbst nicht mit einer gleichzeitig gerauchten HB. Haben katholische Ehemänner eine neue Frau, klappt es oft nicht mit dem Sex, denn der gilt als sündig. Bitte darüber alles nachlesen in: „Eunuchen für das Himmelreich“. Ein tolles Buch.
Die Kirchen haben also auch die Heterosexualität vergiftet und sie oft zu einer elenden Plackerei gemacht. Wer dieses Gift nicht aushielt, wurde paraphil, also irgendwie anders als „normal“. Kirchen haben noch mehr Dinge vergiftet: Die Ewigkeit, die Seele in der Ewigkeit und natürlich Gott und Jesus, indem sie die beiden in finanziellem Eigennutz zu Hobbyköchen degradieren und damit zu Hitlergestalten umfunktionieren. Sie haben die Ethik vergiftet, indem sie Folter und damit Straftaten (den Holocaust Sintflut, die Feuerfolter in Sodom und Gomorrha, die ewige Hölle) in Akte höchster, für uns nicht kritisierbare Gerechtigkeit umdeuten. Ihr Motiv: Angst machen, Geld machen. Aber wem erzähle ich das.
Gar keine Angst vor Sex müssen übrigens Fetischisten haben, denn Sex mit getragener Unterwäsche ist nahezu die einzige Sexualität, die die Kirchen-Bibel nicht untersagt. Fängt man als Katholikin dagegen nach einer Scheidung etwas mit dem nächsten Mann an, ist man von der Beichte und damit von jeglicher Vergebung Jesu angeblich ausgeschlossen. Wer nicht beichten darf, kommt so gut wie immer in die Hölle. Als Kirche will man Scheidungen, also Unruhe in der Bevölkerung unterbinden. Man will Ehe und man verbietet Kondome, da man Kinder will, viele Kinder. Viele Kinder sind viele spätere zahlende Mitglieder. Ob Afrika ohne Kondome an Aids stirbt, ist dabei Nebensache und einerlei.
Die so offene und natürlich per Grundgesetz streng verbotene Androhung ewiger Feuerfolter durch die heutigen Kirchen ist eine ganz unglaubliche Angelegenheit, die, da man mit ihr schon Kleinkinder seelisch in Gehirnwäsche vergewaltigt, zu Unglaublichem führt. So nimmt Homosexualität mit der Gläubigkeit zu. Über 60 % der katholischen Priester sind homosexuell und schon 20 % der katholischen organisierten Landjugend. Das Sex-Jahr 2010 zeigte auch, dass es bei der Pädophilie ebenso zu sein scheint. Meine Theorie, dass orthodoxer Glaube mit seiner Verteufelung frühkindlicher Hetero-Sexualität (Doktorspiele) Parasexualität als Ersatzsexualität bewirkt, fand also Bestätigung. Jeder 160-zigste Mann ist in der BRD pädophil. Aber wie viele Pädophile gibt es unter 160 (sehr gläubigen) Priestern? Dass es mehr sind als 0,75 %, glauben wir alle. Das muss jetzt genau untersucht werden. In den Jahren 2011 und 2012 setzte Papst Benedikt 384 Priester wegen zu schlimmen pädophilen Kindesmissbrauches ab, um erst einmal ein Zeichen zu setzen. Einer Patientin von mir, im evangelischen Kinderheim aufgewachsen, drohte der Pastor als Kind nach jedem sexuellen Missbrauch, es komme in die ewige Hölle, wenn sie den Eltern auch nur irgendetwas sage. Hier wird also doppelt missbraucht: Einmal mit dem Schwanz und dann noch einmal mit der Hölle. So wird Kinderstummheit religiös produziert und völlig ungestörte Kleriker-Pädophilie über Strafandrohung erst möglich. Ein Einzelfall? Ich schilderte diesen Casus in der Freiburger Stadtmission und man sah mich nur mitleidig an. Das sei „doch bekannt, dass das so gemacht“ werde, so die für mich erschütternde Antwort. Was wir als furchtbaren Einzelfall ansehen, erweist sich als klerikale Routine.
Meiner Meinung, dass Höllenangst Homo- und Pädophilie erzeugt, ist übrigens auch Eugen Drewermann. Im Buch Kleriker beschreibt er im Kapitel „Homosexuelle Auswege“, dass Homosexuelle „Opfer einer ganz bestimmten kirchlichen Erziehung“ sind. Gleich in seinem ersten Fallbeispiel droht man einem onanierenden Kind, Jungen, die so etwas machten, würden „vom Teufel geholt“. All die kirchlich vermittelten Verbote, so Drewermann, sollen den Kontakt zu Mädchen unterdrücken. Recht häufig werde deshalb „auch im späteren erleben von Homosexualität…die Pädophilie fixiert“. Die schreckliche Angst der Homosexuellen, man könne die Ursache ihrer Orientierung finden, erweist sich durch die Kirchenbedingtheit als unbegründet. Die größte Angst des Menschen hat zu ihrer Orientierung geführt. Sie sind mit dieser Angst als Kinder missbraucht worden. Sie sind, wie wir alle irgendwie, nur Opfer von Kirchen, sie sich mit ihren Drohungen abseits des Strafgesetzbuches befinden. Ein Hamburger Kriminalhauptkommissar äußerte mir gegenüber, er mache sich strafbar, wenn er bei einem Kirchenbesuch die Gesangbücher (siehe dort) nicht konfiszieren würde. Die deutschen Polizei- und Kriminalbeamten kennen die Gesetze bezüglich Recht und Ordnung halt besser als die Staatsanwälte. Macht geht vor Recht, lehrte uns schon Bismarck. Auch die Rechtsmedizin des UKE Hamburg (Prof. Püschel) zeigt sich erschüttert. Eine erziehungsberechtigte Kirche, die mit Feueranwendung drohe, hält man dort für „nicht akzeptabel“. Danke für diese klaren Worte aus der Hansestadt.
Eugen Drewermann spricht auch über den normalen Sex in einer längerdauernden Ehe. Während der zweijährigen Kennenlernphase ist Sex aufgrund erhöhter Hormonspiegel dort meist kein Problem. Doch dann wird speziell von der Frau Sexualität oft negativ besetzt. Sie „weiß“ im Unbewussten, sie hat in Form ihrer Vagina die Sünde und damit den Eingang zur Hölle zwischen den Beinen. Auf der einen Seite will sie als sexuelles Wesen Sexualität, dann wieder auch nicht. Er habe die Signale seiner Frau nicht verstanden, sagte mir ein Patient nach der Trennung. Das kann man auch ohne analytisches Wissen nicht, da eine langjährige Ehe – Frau in der Regel zwei unterschiedliche Signale gleichzeitig sendet: Ja und Nein. Sex und nicht Sex. Hier haben wir die Kirchen-Krankheit Ehe vor uns, die genauso viel und genauso wenig Krankheit ist wie Homosexualität und die die gleiche Ursache aufweist: Ekel vor normaler Heterosexualität, Ekel vor den eigenen und den gegengeschlechtlichen Sexualorganen. Die Psyche setzt Ekel als Angstabwehr, als Schutz vor Versündigung ein. Eine Lösung des Problems Ehe machen uns Politiker und einige Fußballer serienweise vor, die nie fremdgehen aber regelmäßig neu heiraten. Eine andere ist der Jolie-Sex, benannt nach der Frauenzeitschrift Jolie. Wenn man dort die Artikel über harten Hetero-Sex liest, benötigt man für 2 bis 4 Tage keinerlei Realsex. Man hat als Ehefrau also zwei bis vier Tage frei. Auch virtuelle Internetsexualität führt, sofern sie virtuell bleibt, nicht in den Kochtopf Jesu. Aber Vorsicht: Suchtgefahr. Möglich bzw. denkbar im Sinne der Kirche wäre auch ein endgültiges Vernähen der Vagina und ein schlichtes Abtrennen des Penis gleich im Kreißsaal und unter Klerikeraufsicht.
Die einfachste, unblutigste und billigste Methode ist hingegen eine Religionsreform. Der steht aber wiederum die Gott-Angst der Bevölkerung und der Staatsorgane entgegen. Man glaubt dort, wenn man etwas gegen die Kirche unternimmt, würde man etwas gegen Gott unternehmen, und müsste in die Hölle. Es gibt da wie immer Ausnahmen. Das ist zwar Aberglaube, aber gegen in Suggestion und unter Strafandrohung produzierten Irrglauben kommt man nicht an. Selbst als Frank Sacco nicht.
Zur Kinderschändung:
Dass die Kirchen offiziell sexfeindlich sind, beweisen sie täglich mit ihrer Bibel und bei den Themen Homosexualität, außerehelicher Verkehr, Scheidung, Verhütung und Zölibat unserer Priester. Inoffiziell sieht es da beim pastoralem Sex mit abhängigen Kindern ganz anders aus: In Gruppen aktiv, schwärmten 13 Priester in die Jungenschlafsäle ein. Wegen Verdachtes auf Hämorrhoiden (!) bei den Jungen wurden rektale „Untersuchungen“ mit etwas ganz anderem als dem Zeigefinger vorgenommen. Das sind Kloster Ettaler Doktorspiele, die ohne Genehmigung der Ärztekammer abliefen und die etwas von der Skrupellosigkeit großer Teile unserer Kirchenmänner aufzeigen. Die erwischten 13 Priester waren also beides: Homosexuell und pädophil. Erstaunt lasen wir im Jahr 2010, dass Geistliche ihre erigierten Penisse in jede irgendwie passende Körperöffnung ihrer kleinen Zöglinge unter Schutz und Billigung der Kirche und der ratzingergeführten vatikanischen Glaubenskongregation einführen konnten. Ein Geistlicher verband einem Knaben die Augen und sprach gar von einem Essigschwamm, den ja auch Jesus beim Sterben in den Mund gelegt bekommen habe. Einen solchen werde das Kind jetzt in den Mund bekommen. Nach erfolgter Ejakulation des „Schwammes“ durfte der kleine Messdiener sich allerdings den Mund ausspülen. Bravo! Nun, das ist Religion zum Abgewöhnen. Der Kinderschänder werde vom „Papst geliebt“ und daher sei die Sache „sehr delikat“ meinte Kardinal Ratzinger, als er den mexikanischen Großpädophilen (es „könnten auch 100 Jungen sein“) Pater Maciel laufen ließ. Ratzinger verhängte regelhaft „absolutes Stillschweigen“ nach außen (Quelle Stern 15/2010). Aber man ist ja als Kinderschänder Priester, da darf man schon aufgrund der engen Beziehung zu Gott mehr schänden als der Rest. Man hat ja sein ganzes Leben schließlich Gott geopfert und verzehrt sich – außer halt nachts – in lauter Entbehrungen. Aber im Ernst: Katholische Priester, die am lautesten sexuelle Moral predigen, sind oft die barbarischsten Sextäter überhaupt. Und zwei dieser Sex-Akrobaten können ja zwecks Höllenvermeidung nach Johannes 20 überkreuz beichtend vergeben. Das ist praktisch, hat jedoch der Beichte ihre vermeintliche Heiligkeit für immer genommen. Auch unterliegen die in der Beichte missbrauchten Kinder dem Beichtgeheimnis. Sie dürfen zuhause nichts sagen.
Was im Kloster Ettal und anderswo ablief, das ist schon als eine Mischung zwischen Pädophilie und Sadismus, also als in Brutalität transmutierte Sexualität mit Abhängigen zu bezeichnen. Sadismus entsteht, wenn normale Sexualität dogmatisch-asketisch unterdrückt wird, in Teilen als sündig erklärt und damit unter Höllenstrafe gestellt wird. Doch auch als Kranker oder Sexkranker sollte man sich soweit im Griff haben, nicht die abscheulichsten Verbrechen zu begehen, für die mir keine wirkliche Entschuldigung einfällt. Als Strafe erscheint uns ein längerer Gefängnisaufenthalt besser als die Versetzung in ein anderes Kinderschlafzimmer, was nur mit einem mühseligen Umzug von Ettal nach Regensburg verbunden ist.
Es erzählte mir ein ehemaliger Messdiener, er habe als Kind jede „Sünde“ gegen die Keuschheit beichten müssen und sich dabei schwer getan. So gab es für Onanie immer Strafen, so das wiederholte Beten des Rosenkranzes. Nun, da fiel mir ein Witz ein: Ein derartiger kleiner Messdiener fragt im Beichtstuhl den Priester, was es denn für Analverkehr gebe. Die Antwort des Priesters: „Eine Tafel Schokolade.“ Man kann über Witze übriges lachen – oder weinen.
Der Zölibart ist ein Bart, der umgehend abgeschafft werden muss, da er sich als pädophilogen und sadomasogen erwiesen hat. Spitzengrausamkeit erreichte dieser ekklesiogene Sadismus im Hexenglauben. Im Hexenprozess rächte sich der Kleriker für die ihm auferlegte Askese, indem er dem Henker irrsinnige Sexualpraktiken diktierte, denen er dann genüsslich-voyeuristisch zuschaute. An der nackten hexenverdächtigen Jungfrau vollzog der Henker Vergewaltigungen, die es erst ermöglichen sollten, hinter dem Hymen (oder im After) versteckte Zauber- oder Teufelsdinge in ausgiebiger Untersuchung zu entdecken. Vom „Karneval des Kirchensadismus“ und „Verketzerung der Sexualität“ spricht in diesem Zusammenhang der Einstein des Sex, Dr. Magnus Hirschfeld, im Buch „Geschlecht und Verbrechen“, Belrose-Verlag. Mit Fackeln brannte man den bösen Hexen die Achsel- und Schamhaare ab, um die Haut näher auf Stigmata des Teufels untersuchen zu können. Dabei hätte eine einfache Rasur doch auch gereicht. Das Buch kann man kaum lesen und weiterhin meinen, die Menschheit sei nicht völlig verrückt und pervers. Man hofft am Ende des Buches sehnlichst auf eine tüchtige und damit endgültige Klimaerwärmung. Friedrich Schiller in der „Die Glocke“: „Jedoch der schrecklichste aller Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.“ Der Fleischfresser, und dazu zähle ich den Menschen, war keine gute Idee der Natur, brachte sie doch die Angst und den Hass und die Rache in diese unsere Welt – und die Folter. Der Mensch scheint keine Kultur zu haben. Die Geschichte zeigt: Ein Dichten, Denken, Komponieren und die reine Perzeption dieser Dinge haben mit Kultur nichts zu tun. Früher habe ich Gedichte, also Oden über das Thema Gewalt-Kirche geschrieben, heute schreibe ich Strafanzeigen, wenn die Kirchen gegen die Menschenrechte verstoßen und damit gegen das Völkerstrafgesetzbuch, §7, Abs. 3. „Schreib keine Oden, mein Sohn, studier die Fahrpläne, sie sind genauer….“
Soweit dieses bekannte Zitat. Die Staatsanwaltschaften werde ich, sofern sie die Kirchen in Schutz nahmen, vielleicht auch anzeigen, aber erst morgen, erst wenn die Bevölkerung in Ansätzen einsieht, was sie macht. Dass sie in Jahwe bzw. dem Christengott einen Gott anbetet und „liebt“, der in seinem Holocaust Sintflut alle jüdischen Kinder eigenhändig ertränkte, wo Hitler noch eine große Anzahl ausreisen ließ. Jahwe kennt noch weniger Mitleid als Hitler. Er ist noch einmal schlimmer. Er wurde als Gedanke in einem immer verfolgten Volk ohne Heimat geboren, das für eigene Rachenahme immer zu schwach war. „Überlass die Rache Gott…“, schrieb man daher „als Trost“ für Israel in die Bibel, die schon der Alte Fritz als orientalisches Märchenbuch identifizierte. Dieser Gott ist die Rache der Schwachen. Da man mit Juden so ungefähr alles machte, was irgendwie grausam war, ist uns dieser Gedanke verständlich. Wenn man die Augen ausgestochen, den Penis abgeschnitten bekommt, und das eigene Kind verbrennen sieht, will man dann nicht einen Rachegott? Doch die so unheilige Schrift erhebt damit die Rache (neben einer immer und absichtlich sehr unsicher gehaltenen Vergebung) zum Leitgedanken der Ethik und ist damit die Mutter aller Kriege und Grausamkeiten. Man sollte sie sich nicht zur Konfirmation oder Kommunion schenken lassen. Die Ethik einer „gerechten“ Rache wurde also wegen verübter Grausamkeit mit Beginn der Menschheitsgeschichte geboren, aber sie hat den Antisemitismus im Christentum nach Christi Geburt auch belebt, indem sie Rache weiter und bis heute salonfähig machte. Hitler war offensichtlich der Meinung, er müsse Rache üben. Zeit also, Abschied vom bisherigen Christentum zu nehmen, weil es kein Christentum war. Zeit, aus unseren Kirchen auszutreten, solange sie an ihrem Kinder missbrauchenden Gottesbild festhalten. Zeit, es der ehemaligen Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, C. Goesmann, nachzutun. Goesmann: Sie sei wegen der Grausamkeiten ihrer Kirche, „der katholischen“, ausgetreten. Diese Äußerung durfte eigenartiger Weise nicht ins Protokoll. Der Justiziar der Ärztekammer war dagegen. Aus gutem Grund. Meine Kritik an den Kirchen hätte man dann nicht mehr verurteilen können. Eigentliche oder wirkliche Kultur ist die endgültige und radikale Abkehr von Barbarei und als solche der Menschheit noch nicht gegeben.
Nicht die offensichtlich zutage tretende Alltagsgrausamkeit ist das Gefährliche für eine Kultur, es sind dies institutionalisierte und von einer Hochintelligenz erfundene und etablierte Organisationen, die mit Zuckerbrot und Peitsche eine perfide Politik betreiben. Hitler schloss übriges das Hirschfeld-Institut für Sex in Berlin, weil man dort wusste, dass der Führer der sexuell Perverseste in ganz Berlin war. Ich habe darüber geschrieben: http://www.frank-sacco.de/psychoanalyse-hitlers/. Pervers ist Sexualität nach meiner Definition immer dann, wenn sie in ihrer Art und Weise brutal, nicht einvernehmlich und nicht gesetzeskonform ist, wenn Sex also zum Verbrechen wird, wenn man also einem Mädchen in den Unterleib schießt. Pervers ist oft genug das, was in deutschen Bordellen an Heterosex mit eingeschleppten oder minderjährigen Rumäninnen läuft. Pervers war früher kein Schimpfwort. Heute ist es eines und es bleibt uns zum berechtigten Schimpfen. Und nur dafür.
Gott sei Dank haben sich die deutschen Staatsanwaltschaften im Jahr 2010 (allerdings nur kurzfristig) die Gerichtsbarkeit über die Vorgänge in den Kinderschlafzimmern erkämpft. Das war mutig und richtig. Denn die Kirchen machen, was sie wollen. Drei lange Jahre sind vergangen, seit die katholische Kirche Aufklärung über das ganze Ausmaß der Missbrauchsaffaire versprach. Doch gleich wurde der beauftragte Hannoveraner Kriminologe Pfeiffer wegen Gründlichkeit abgesetzt. Der Grund: Man musste Zeit gewinnen, in der man das Allerschlimmste vertuschen konnte. Jetzt lässt die Kirche nur einige Bistümer auf die begangenen Sexualverbrechen hin untersuchen. Aus gutem Grund. Der Klerus ist nicht dumm. Er ist hochintelligent. Doch die Kernfrage lautet: Warum untersuchen die Staatsanwälte die Fälle nicht? Sind sie immer noch ganz mit Christian Wulff und den infrage stehenden 800 Euro beschäftigt? Haben die Kirchen die deutschen Amtsträger wiederum ausgetrickst und wollen nach eigener Angabe selbst sozusagen „polizeilich“ Verbrechen in den Bistümern untersuchen? Fremduntersuchungen würden ja massenweise pädosexuelle Täter markieren, die man bezüglich noch unverjährter Straftaten untersuchen könnte. Das will die Kirche aber nicht. Von einer Trennung von Kirche und Staat kann also wahrlich in der BRD nicht die Rede sein. Der Staat ist ein Wickelkind der Kirchen, ihr zweites Wickelkind ist die Psychiatrie. Aber es gibt Ausnahmen. Es gibt auch Mut: Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat sich emanzipiert gezeigt. Wer mit dem Kochtopf drohe, sei nicht der gestorbene, nicht „existente“ Jesus, sondern seine Kirche. Jesus wurde also vom deutschen Staat für unschuldig erklärt. Die Kirchen drohten damit in eigener Täterschaft den Kindern Würzburgs mit der Apokalypse. Sie sind daran schuldig, dass Würzburg im Jahr 2013 zur Welthauptstadt der Angstkrankheit ADS wurde. Kinderpsychiater, lasst euch in Würzburg nieder. In 10 Jahren, wenn die 2010 dort missbrauchten Kinder selber Kinder bekommen, erwarten wir dort eine Autismuswelle.
Das Predigen von Hölle im Stile N. Schneiders ist ein Unding und nach § 7, Abs. 3 des Völkerstrafgesetzbuches ein schweres Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es ist nach Bischöfin Käßmann Gotteslästerung. Bischof N. Schneider, Chef der EKD und damit mein Chef, spricht unverhohlen von einem ewigen Feuer, das Jesus nach einem „Richterspruch“ für Sünder bereithalte. Diesen Richterspruch konnte er nach Aufforderung nicht nachweisen. Den Traum der Menschheit von einer irgendwie heilen Transzendenz im Ausgleich zur Erdenqual hat der Klerus mit seiner Höllenidee in finanziellem Eigennutz so zerstört, dass wir zunächst Abschied nehmen sollten von der Hoffnung auf ein Jenseits. Wir sind es den Psychiatrieinsassen schuldig. Den Tod der Seele, haben wir den Kirchen zu verdanken: http://www.frank-sacco.de/seele-was-ist-das/.
Erst wenn die Kirchen endgültig Abschied genommen haben werden von ihrer Vorstellung eines Ewigkeits-KZs Gottes, diesen Ewigkeits-Auschwitz, das unsere Kinder in so vielfaches Unglück stürzt, erst dann wird es wieder ethisch erlaubt sein, über die Möglichkeit eines friedlichen Lebens nach dem Tod nachzudenken.
Anna hängt sich auf
Anna war knapp acht,
da gab Mutter sie das erste Mal in der Kirche ab.
Sie war ein Kind der Liebe.
Sie bekam nie Hiebe.
Pastor Heuer erzählt ihr die Sintflutgeschichte:
„Anna, das ist eine große Hoffnungsgeschichte,
denn in der großen Wassernot,
erspart Gott Noah den Ertränkungstod.“
Auf dem Nachhauseweg machte Anna an einem Baume halt.
Von zuhaus her kannte sie nichts von solcher Gewalt.
Die nächste Woche der Pastor erzählt,
was unsre Anna noch mehr quält,
wie Lots Frau aus Sodom rannte,
sich umsah und sah, wie ihre Stadt verbrannte
Auf dem Nachhauseweg machte Anna an einem Baume halt,
von zuhaus her kannte sie nichts von solcher Gewalt.
Sie dachte an das Flammenmeer.
Sie sagte den ganzen Tag nichts mehr.
Die nächste Woche die Mutter wartet,
sie hatte Anna um vier erwartet.
„Trink sein Blut“, hat er gesagt, der Pastor Heuer,
„dann kommst du in den Himmel und nicht ins Feuer.“
Und dann hat der Pastor noch angefangen,
der am Kreuz sei für Annas Sünden ans Kreuz gegangen.
Auf dem Nachhauseweg machte Anna an einem Baume halt.
Als man sie fand, da war sie schon kalt.